Ein philosophischer Selbsttest zur Frage: Wieviel Gott steckt in mir?

Denken Sie einmal Nichts.
Sehr gut.
Und jetzt denken Sie einmal Etwas.
Halt.
Nicht zu viel.
Sie sollen nicht etwas Langes
oder Kurzes denken.
Etwas Rundes
oder etwas Eckiges.
Etwas Blaues
oder etwas Grünes.
Sie sollen einfach
nur Etwas denken.
Ohne etwas Anderes dran.
Können Sie soweit denken?
Dann erkennen Sie auch keinen
Unterschied mehr
zwischen Nichts und Etwas.
Verstehen Sie jetzt?
Am Anfang ist das Etwas kein
bisschen mehr als das Nichts.
Oder wie Hegel sagt:
Es sind die Gedanken Gottes
vor der Erschaffung der Welt.

 

3 Gedanken zu “Ein philosophischer Selbsttest zur Frage: Wieviel Gott steckt in mir?

  1. Karlheinz Raum says:

    Das ist mir zu kompliziert.
    Ohne Denken kann ich nicht denken.
    Weder rund noch eckig, noch farbig.
    Ich dachte immer – am Anfang war das Wort…
    Jetzt bin ich sprachlos.
    Test nicht bestanden.
    Durchgefallen ? Sitzen geblieben ? Wiederholen ?
    Oder raus aus der Schule ?
    Wenigsten nicht mehr Corona – das war am Ende.
    Also kein Gott – Gott sei Dank.

     
  2. crimmann says:

    Hegels Vorschlag gründet in einer philosophischen Theologie. Er wendet sich gegen Kants bloßes Postulat Gottes als eine der Krücken des kategorischen Imperativs. Wie wäre es mit einem literarischen Gottesbeweis? Es muss aufgrund meiner Grenzerfahrungen etwas geben, das größer ist, als ich selbst (Stefan Andres: Wir sind Utopia).

     

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