Gibt es einen Unterschied zwischen Wissen und Klugheit?

Vom Silicon Valley werden wir mit
Wissen zu geschissen.
Welt weites Wissen.
Ist plötzlich im letzten Weiler verfügbar.
Wissen ist gut.
Schreien die Valley Propheten.
Und wir haben die Technologie dafür.
Verdammte Idioten.
Wissen ist nur dann gut,
wenn man versteht,
es klug einzusetzen.
Verantwortung zu übernehmen.
Für Wissen, das uns nützt.
Für Wissen, das uns schadet.
Das kann keine Technologie der Welt.
Das können nur Menschen.
Die geliebt, gehasst, gewonnen
und verloren haben.
Die das Leben geschult hat.
Und die wissen, dass sie nicht
allein zu ihrem eigenen Nutzen
auf der Welt sind.
Allein für sie stellt sich die Frage:
Wo ist die Klugheit,
die wir im Wissen verloren haben?

 

5 Gedanken zu “Gibt es einen Unterschied zwischen Wissen und Klugheit?

  1. Augustinus Keller says:

    Wissen ist Macht. Klugheit ist die Art wie wir mit dieser Macht umgehen. Der Kluge weiß, dass man sich im Leben immer zweimal trifft.
    Hi Detlev, ich freue mich auf das Bier.

     
  2. Hans Zangl says:

    Lieber Detlev
    Wissen ist zunächst völlig wertneutral. Wissen entsteht, wenn im Anwendungskontekt aus vielen Informationen Handlungen, Meinungen, Wertungen, Entscheidungen resultieren.
    Im Rahmen der Digitalisierung können (sehr vereinfacht) gesammelte Informationen und über Sensoren erfasste Kontexte Handlungen erzeugt werden, das nennt man auch künstliche Intelligenz.
    Dieser Weg ist weder aufzuhalten noch unlogisch, er entspricht den Regeln der Evolution!
    Noch eine Bemerkung zur Wortwahl.
    Ein philosophischer Stammtisch sollte nicht auf das Nivea der Fäkalsprache absinken.

    Schöne Grüße aus Hawaii
    Hans

     
  3. Detlev Six says:

    Lieber Hans (Zangl),
    das ausufernde Gebiet des Wissenserwerbs schreit danach, aneinander vorbeizureden. Wenn ich mich jetzt deiner Konzeption der Wissensaneignung annähere, orientiere ich mich an deinen “Regeln der Evolution” und schließe daraus, dass du in deiner Betrachtung das biologische Wesen Mensch und die Aneignung des Wissens aus eigener Erfahrung, sozusagen das Wissen aus erster Hand, im Blick hast. Der Anteil dieses Wissens dürfte mittlerweile weit unter 10 Prozent liegen. Ich hatte das Wissen aus fremden Quellen im Sinn, das uns medial (sei es durch menschliche oder nicht menschliche Medien)vermittelt wird. Da dürfte der Anteil weit über 90% liegen. Das ist eine andere Kategorie, zum Beispiel Erkenntnistheorie und wenn du da die Evolutionstheorie in Anschlag brächtest, würden die Wissenschaftstheoretiker unter den Philosophen dich des Kategorienfehlers zeihen. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich aber, dass das Eierlegende-Wollmilchsau-Prinzip der Evolutionstheorie gern auf andere Kategorien übertragen wird (Beispiel: Sozialdarwinismus). Wir, als bekennende Saurüsselphilosophen, die auch mal da und mal dort wühlen (siehe “Die Saurüssel Story”) nehmen nichts so puritanisch, wie es die “Hoch-Philosophen” gerne hätten. Deshalb solltest du uns auch den fäkalen Einstieg der Rückschau verzeihen. Er diente einzig und allein dazu, mit der Erwartung, dass Wissen immer positiv zu sehen ist, brutal zu brechen. Beim nächsten Mal wieder anständiges Philosophen-Deutsch. Versprochen.

     

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