Ist einer, der oft Ja sagt, besser für die Gemeinschaft, als einer der oft Nein sagt?

Von Corinna Brandl

Ja oder Nein sagen in einer offenen Gruppe mit demokratischem Charakter ist leichter. In einem totalitären Regime ist das Ja aus Angst vor dem Regime erzwungen, das Nein ist meist lebensgefährlich.

Mut zum Nein sagen – wer wagt es, sich für eine Sache einzusetzen, auch wenn man sich unbeliebt macht, und wenn die Gruppe dagegen ist?

Sowohl Ja als auch Nein kann dem Wohl der Gemeinschaft dienen.

Manche Menschen denken nicht an das Wohl der Gemeinschaft, sondern nur an das eigene Wohl und an die eigenen Interessen, wenn sie Ja oder Nein sagen.

Wie sage ich Nein? Wenn ich zu etwas Nein sage, sage ich gleichzeitig Ja zu etwas anderem. Statt nur zu sagen: „Ich will xyz nicht tun“ ist es für einen Dialog produktiver, das Nein mit dem Ja zu verbinden: „Nein, ich will xyz nicht tun, Ja, ich möchte abcd machen“.

Nein sagen und sich abgrenzen von den überhöhten Forderungen der anderen, ist einmal wichtig für die eigene Gesundheit. Gleichzeitig kann es auch einer Gemeinschaft dienen, Nein zu sagen, weil es den Einzelnen in der Gruppe zum Nachdenken herausfordert, und sich dadurch etwas ändern kann.

Ein ausgewogenes Ja und Nein im Sinne von Kompromissbereitschaft ist für das Funktionieren einer Gemeinschaft grundlegend. Zu viel Harmonie (zu viel Ja-sagen) ist nicht gut, genauso, ist zu viel Nein und zu viel Streit für eine Gemeinschaft auch zerstörerisch.

 

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