Kann ein Skeptiker meditieren?

Gestern Abend.
Einführung in die Meditation.
Zweiteilig.
Mit Worten.
Mit Handbewegungen.
Die Worte erreichen mich nicht.
Die Handbewegungen schon.
Danach das Verfolgen eines Gong-Tons.
Überraschung.
Meine Gedanken-Kanonade stoppt.
Ich folge dem Ton länger, als er klingt.
Überschreite möglicherweise die
physikalische Grenze.
Nennt sich wohl Transzendenz.
Meditation geglückt.
Danach Yoga-Sprech.
Das heißt, wie beim Yoga
werden die Körperteile benannt,
die sich entspannen sollen.
Hat schon beim Yoga nicht funktioniert.
Die tun’s einfach nicht.
Die Körperteile.
Meditation missglückt.
Der Skeptiker lebt von Worten.
Und dem Widerlegen dieser Worte.
Entweder per Rede.
Oder per innerem Widerstand.
Der aber auch in Worten formuliert ist.
Ein nicht endend wollender Ton
entzieht sich den Worten.
Ist in seiner unmittelbaren
Wirkung nicht zu beschreiben.
Die Grenze zwischen Hören
und nicht mehr Hören durch
keine Logik festlegbar.
Wer Skeptiker zum Meditieren
bringen will, darf nicht reden.

 

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