Kann man im Alter noch Freunde finden?

Wie viele Zu’s stecken in Dir?
Zuneigung?
Zuhören?
Zusammensein?
Zutrauen?
Zuwendung?
Zusammenhalt?
Zuversicht?
Jede Menge Zu’s in Dir?
Dann hast Du auch jede
Menge Möglichkeiten,
Freundschaften zu schließen.
Warum schiebst
Du dann das Alter vor,
wenn es ums
Freunde finden geht?

 

5 Gedanken zu “Kann man im Alter noch Freunde finden?

  1. Klaus Hnilica says:

    ich schiebe ja gar nicht das alter vor, ich finde mit 77 immer noch freunde und freundinnen und gott sei’s gedankt meist sogar viel jüngere!!!

     
  2. Ralph P. Crimmann says:

    drei Freundschaften sind möglich: 1.Lustfreundschaften, 2. Nutzfreundschaften, 3. wahre Freundschaften, beruhend auf der Bewunderung und Akzeptanz der Menschlichkeit des Freundes. Diese Freundschaft muss wechselseitig sein und wächst durch ein Zudammenleben. Aus diesem Grund sagte Fichte:” Mein einziger Freund ist meine Frau.” Freundschaft in diesem Sinn ist also sehr selten und wenn überhaupt in fortgeschrittenem Alter möglich. Ideal vielleicht Goethe und Schiller zwischen 1795 und 1805.

     
  3. Detlev Six says:

    Ich weiß nicht, ab wann Fichte seine Frau als “einzigen Freund” bezeichnete. Aber grundsätzlich ist doch schön, wenn nach dem Nachlassen der Erotik eine Freundschaft entsteht und keine Gleichgültigkeit oder gar Krieg. Die Freundschaft von Goethe und Schiller ist allerdings außergewöhnlich, wenn man überlegt, wie andere Platzhirschen miteinander umgegangen sind. Das zeigt eine souveräne Persönlichkeit und ja, wahre Freundschaft durch Bewunderung. Vielleicht aber auch ein wenig verbunden mit Nutzendenken. Möglicherweise wollte Goethe von dem dramatischen Talent Schillers profitieren und Schiller vom Wahrnehmungsgenie Goethe.

     
    1. Ralph P. Crimmann says:

      Nutzdenken und Freude an Wein und Gespräch spielten sicher mit hinein. Die Bewunderung der beiden zueinander konnte sogar das unterschiedliche Alter und die revolutionäre Jugend Schillers überbrücken. Immerhin war Goethe damals auch ein Außenseiter. Er lebte in wilder Ehe mit Christiane Vulpius, einem Blumenmädchen, zusammen und zeugte mit ihr sechs Kinder. In diesem Sinn war er noch viel weniger angepasst als Schiller
      Eine erstaunliche Freundschaft!

       

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