Kannst du Gott erkennen?

Stelle dir ein
Gesicht vor
und versuche,
es zu beschreiben.
Aber Augen
sind für dich
kein Begriff.
Ebenso nicht
die Nase.
Der Mund.
Oder die Lippen.
Du kannst auch
nicht die
Form in
Begriffen
beschreiben.
Wie.
Kurvig.
Oder rund.
Oder faltig.
Deine Welt
ist begriffslos.
Dir steht nicht
ein einziger
Begriff zur
Verfügung,
mit dem du
die Welt
beschreiben
könntest.
Du bist im
mystischen
Zustand.
Der Mystik
ist eigen,
den Begriff
in die reine
Anschauung
zurück zu
verwandeln.
Kannst du jetzt
das Gesicht Gottes
erkennen?

 

5 Gedanken zu “Kannst du Gott erkennen?

  1. hans-peter kuhn says:

    Mein jährlicher Aufenthalt in Bayern bietet nicht nur Freude, sondern auch Frust.

    Nette Menschen fordern mich mehrmals pro Tag auf „Grüss Gott!“ Leider konnte ich bis jetzt diesen Wunsch nie erfüllen, denn ich weiss nicht, wie er aussieht, wie er riecht, ich kenne seine Stimme nicht und weiss nicht, wo er ist und wo ich ihn suchen soll.

    Also, liebe Bayern, erlöst mich und wünscht mir beim nächsten Mal einfach einen „Guten Tag“.

     
    1. Karlheinz says:

      Dann musst du wohl zukünftig Süddeutschland, Österreich, Südtirol und Ost-Schweiz großräumig umfahren oder überfliegen, was aber nicht besonders klimaneutral wäre.

       
  2. Karlheinz says:

    Der in der Genesis verwendete Widerspruch vom Ebenbild Gottes, das wir uns nicht vorstellen sollen, wurde von Religionslehrern und Priestern unterschiedlich gedeutet.
    Für den „aufgeklärten Gläubigen“ der Neuzeit kann es nur als menschliche Fähigkeit des Vorstellungsvermögens verstanden werden.
    Damit können wir – ohne Sinnesorgane – Gedanken verbildlichen, die geistige Welt erkennen, kreativ sein, uns orientieren, ja sogar glauben. Auch als Transzendenz bekannt. Ohne dieses Vorstellungsvermögen gäbe es keine Geisteswissenschaft, keine Philosophie, keine Religion, keine Kunst, keine Literatur, keine Kultur, keine Musik, keine Logik, keine Erfindung.
    Selbst das Denken wäre undenkbar.
    Naturwissenschaftler fangen an das zu verstehen und miteinander zu verbinden. Man nennt es interdisziplinär und es scheint ein länger andauernder Prozess zu sein, mit evolutionärer Dimension.

     

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