Können wir nur, wenn wir zu unserem Glück gezwungen werden?

Plötzlich geht’s.
Über Energie wird
nicht nur nachgedacht,
es wird gehandelt.
Kein Herr Altmaier
stolpert durch den
Verbaldschungel,
ein Herr Habeck
spricht Klartext.
Ein Krieg musste her,
damit nicht nur neues
Denken angesagt war
(die Welt ist voller
Ansageweltmeister),
sondern Handeln geschieht.
Dass Handeln die größte
Schwäche der Demokratie
darstellt, wird als
„systemisches Opfer“
eines erstrebenswerten
Regierungssystems
hingenommen.
Muss das so sein?
Warum nicht eine
Glückserzwingungsgruppe
von 100 repräsentativ
ausgewählten Bürgern
einrichten, die bei
Handlungspattsituationen
gemeinsam mit dem
Bundesverfassungsgericht
das Handeln auslösen.
Es wird Zeit, dass wir
an der Demokratie
weiterarbeiten
und nicht nur ihrem
vermeintlichen
Ende hinterherheulen.

 

5 Gedanken zu “Können wir nur, wenn wir zu unserem Glück gezwungen werden?

  1. Karlheinz says:

    Das Thema trifft den Nagel auf den Kopf. Offensichtlich fehlt uns das Talent unser eigenen Glückes Schmied zu sein. Unsere Fähigkeiten reichen nur bis zum materiellen Reichtum.
    Zum Glück müssen wir durch Fremdbestimmung gezwungen werden.
    Dieser Zwang wird zunächst als Unglück empfunden, weil er mit Verzicht, Opfern und Einschränkung verbunden ist.
    Es ist wie bei einer Geburt, die zunächst mit Schmerzen verbunden ist.

     
    1. Detlev Six says:

      Deine Metapher der Geburt als handlungsauslösendes Moment würde dafür sprechen, viel mehr Frauen in Entscheidungspositionen zu bringen. Schwere Geburten im gesellschaftlichen Entscheidungsbereich wären dann durch mehr Erfahrung wahrscheinlicher. Was aber ist im persönlichen Bereich? Männer können nun einmal die Geburtserfahrungen von Frauen nicht simulieren.

       
      1. Karlheinz says:

        Männer könnten ja von den Frauen lernen.
        Das wäre „Neues Denken“.
        Oder Frauen in die Außenpolitik entsenden, die sich nicht durch Angst entmutigen lassen. Siehe Nancy Pelosi oder Annalena Baerbock!!!

         
  2. Monica Lieschke says:

    Ja, Karl-Heinz, stimmt, mehr Frauen in die Politik. Es gibt gute Beispiele. Denen wird es dann wiederum viel schwerer gemacht als männlichen Kollegen. Da taucht in Video auf über eine lebensfrohe junge finn. Ministerpräsidentin, die irgendwo tanzt und schon geht ein Shitstorm los, im schlimmsten Falle politisches Stolpern. Zum Neuen Denken in der Politik ist´s noch ein weiter Weg. Ich habe mich vor der Entscheidung mehrfach dagegen entschieden. Jede/r muss seinen besten Platz finden, wo sie/er be/wirken kann.

     
  3. Monica Lieschke says:

    Unbedingtes Ja! zum Schlusssatz in Deinem Plädoyer, Detlev. Aber plötzlich geht´s noch nicht und wir werden erst im Winter mehr wissen, wie es geht.
    Ich habe so meine Probleme, mit der These, die Leute müssten nur zu ihrem Glück gezwungen werden. Zur Raison vielleicht. Die einen, die muss man nicht zwingen und die, die gezwungen werden müssen, werden so selten glücklich, finden Schlupflöcher, Auswege oder Demos „Diktatur!“. Nach dieser These hätten in Notsituationen in und nach Kriegen viele Menschen glücklich sein müssen. Dies trifft also eher nur auf bestimmte Situationen zu. wo ich Dir zustimme: Menschen brauchen in einer Demokratie auch Führung und nicht nur Partizipation, sind mit dieser teils total überfordert. Klare polit. Entscheidungen/Vorgaben- gut erklärt und kommuniziert – sind hier oft der wirkungsvollere Weg.

     

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