Was ist Gott?

Triell.
76 v. Chr.
Teilnehmer:
Balbus
Stoische Schule
Velleius
Epikureische Schule
Cotta
Skeptische Schule
Moderator
Cicero
Thema:
WAS IST GOTT?
Ablauf des Triells:
Alle drei Schulen
stellen ihre Sicht
dar und kritisieren
die der jeweils anderen.
Daraus macht
Cicero ein Buch.
Über das Wesen der Götter.
Was schon Voltaire
als das „vielleicht
beste Buch der Antike“
bezeichnet hat,
kann auch uns
noch Vorbild sein.
Eine argumentative
Auseinandersetzung
über ein Wesen, das
niemand je gesehen hat,
aber doch so viele
in seinen Bann zieht.

 

3 Gedanken zu “Was ist Gott?

  1. Elli says:

    Die Frage ist schnell beantwortet. Gott ist Geist und kam im Fleisch als lebendige Mitteilung (Wort) an uns in die Welt, um uns in Seinem Sohn zu beweisen, dass es IHN gibt. Denn er war bereits verheißen als Messias, der die Welt von ihrer Schuld freikaufen würde, also auch die gefallene Schöpfung erneuern wird, die noch aussteht. Viele der Verheißungen an sein auserwähltes Volk der Juden sind schon eingetroffen, manche stehen noch aus. Was dem an Gott gläubigen Bibelleser den Philosophen voraus hat, ist die Erkenntnis über das was war, was ist und was noch kommt. Deswegen solltet ihr lieber der Wahrheit folgen, statt der Philosophie. Sie ist Menschenwerk. Gotteswerk ist in der Schöpfung offenbar, jedem, der eine gesunde Wahrnehmung hat.

     
  2. Karlheinz Raum says:

    Gott – ein Wesen – setzt voraus, dass Gott ein Lebewesen ist. Ein Individuum, wie du und ich, mit menschlichen Eigenschaften. Das wäre zunächst die Definition des Wortes. Mit unserer sinnlichen Wahrnehmung, müsste man ein Lebewesen sehen, riechen, schmecken oder anfassen können. Das bezeichnen wir als Realität und die halten wir für wahr.
    Da es bisher keinem Menschen gelungen ist, den Nachweis dafür zu erbringen, muss es wohl etwas anderes sein. Da der Mensch als geistiges Wesen betrachtet wird, muss es damit zu tun haben. Mit seinen geistigen Fähigkeiten kann der Mensch etwas schöpfen/kreieren. Er kann malen, singen, musizieren, gestalten, aber was wir unter Schöpfung verstehen, kann er nicht. Oder doch? Ja wir können in die Natur eingreifen. Wir können sähen, züchten, uns fortpflanzen und vielleicht ist damit die biblische Aussage gemeint, dass wir ein Ebenbild Gottes wären? Aber die Natur, Flora und Fauna haben wir nicht geschaffen.
    Das bedeutet, dass Gott kein Lebewesen sein kann, sondern etwas Metaphysisches, das wir nicht erklären können. Rudolf Steiner nannte Gott „das Wesen der Wesen“ und alles Geistige als „feinstofflich“, womit er wohl „unsichtbare Materie“ gemeint haben könnte.
    Aus dieser komplizierten Sachlage hat sich in allen Religionen ein Narrativ gebildet, das wir Glauben nennen. Aus diesem Glauben oder Unglauben wird dann ein Theist, Atheist oder Agnostiker.
    Da ich mich zu den Gläubigen zähle, mache ich einen Vorschlag; nehmen wir Abschied davon, dass Gott ein Lebewesen ist. Für mich ist plausibel, dass sich die Natur Menschen bedient, die uns warnen, die Schöpfung zu zerstören. Man nennt sie seit Menschen Gedenken, Gottesboten und ihre Weisungen Offenbarung. Das ist für mich Gotteserkenntnis, alles andere Aberglaube.
    Zum Verständnis für die Ungläubigen, meine Definition für Glaube; unbewiesene Erzählungen anderer. (Narrative – sinnstiftende Erzählungen). Noch ein Beweis für die menschliche Leicht- oder Gutgläubigkeit, lt. Enzyklopädie Britannica gibt es über 20.000 allein christliche Glaubensgemeinschaften, wovon sich nur 350 im Weltkirchenrat zusammen geschlossen haben.

     

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