Welche Freiheiten verlieren wir denn überhaupt durch den aktuellen Lockdown?

Durchsage im ICE
Berlin-Interlaken:
„Zum Schluss
noch ein Hinweis
an alle
Verschwörungstheoretiker
bei uns an Bord:
Denken Sie bitte
daran, dass die
Bundesregierung
heimlich Speichelproben
sammelt, um Klone von
Ihnen zu produzieren, die
sie dann ersetzen sollen.
Tragen Sie daher
dauerhaft Ihren
Mund-Nasenschutz,
um zu verhindern,
dass die Regierung an
Ihre DNS kommt.
Vielen Dank
auch im Namen
aller Mitreisenden!”
Welche Freiheiten
verlieren wir also?
Die Freiheit selbst zu denken?
Verlieren auch nur die,
die sie noch nie hatten.

Anmerkung:
Der Text der Zugdurchsage
(in Anführungszeichen)
wurde einem Artikel über
die Deutsche Bahn
(Alle einsteigen, bitte)
von Holger Gertz in der SZ
vom 7.Juni 20 entnommen.

 

3 Gedanken zu “Welche Freiheiten verlieren wir denn überhaupt durch den aktuellen Lockdown?

  1. Inge W. says:

    Das wäre schon eine witzige Durchsage für den 1. April. Da eine ICE-Durchsage mit 99,9 % zutrifft und für wahr gehalten wird, kann das wirklich geglaubt werden, wäre da nicht noch der Begriff “Verschwörungstheoretiker” enthalten.
    Der Lockdown hat wohl den Artikelschreiber an eine “Lokomotive” erinnert und man kann erkennen, wie sich weniger Freiheit seinen Weg in die Kreativität bahnt (um bei der Bahn zu bleiben).

     
  2. Karlheinz Raum says:

    Mich erschreckt die hohe Zahl derer, die das selbständige Denken eingestellt haben und nur noch Phantasien anderer nachplappern. Oder war das schon vor dem Lockdown so und ich habe es nicht gemerkt? Erstaunlicherweise sind es nie Infizierte und man muss es wohl unter asymptomatischen Befund einordnen.
    Um auf deine Frage einzugehen; Die zu unserem eigenen Schutz verordnete Beschränkung der Freiheit, führt häufig zu “eingeschränktem Denken” – gekoppelt mit einer Vernunftblockade. Oder war das vorher auch schon ???
    Bei mir selbst verspüre ich eine leicht steigende Aggression.

     
  3. ekkehard says:

    Freiheiten? Jawohl, Bewegungs- und Gestaltungsfreiheit sind schon wesentlich beeinträchtigt. Manche mögen die zunehmende Ruhe genießen und auch die Luft scheint sauberer zu sein – aber bei Vielen geht es um die nackte Existenz.
    Aber geht es um die Freiheit in der wir leben? Da kann ich einen Verlust noch nicht erkennen. Gerade die Demonstrationen beweisen ja, dass demokratische Rechte nicht eingeschränkt werden. Allerdings vermute ich, dass viele derer Veranstalter und Teilnehmer Freiheit als ihr persönliches „Eigentum“ betrachten, das nicht durch Rechte Anderer beeinträchtigt werden darf.
    Mein Blickwinkel ist durch mein Alter geprägt. Im zehnten Lebensjahr habe Ich die beginnenden schweren Bombenangriffe auf München miterlebt und zwei Jahre später den absoluten Zusammenbruch. An eine Zukunft glaubte dann kaum wer und elf Millionen Flüchtlinge wurden auch nicht gerade liebevoll aufgenommen. Allerdings – so unangenehm es auch war, es ging etwa 65 Jahre nur aufwärts. Erst jetzt beginnt sich alles zu wenden und daran ist meines Erachtens nicht Corona schuld.
    Den Protestierern muss man zugutehalten, dass sie im Aufwärtstrend geboren wurden und deshalb die heutigen Belastungen als unerhört empfinden. Überdies erscheint ihre Zukunft wirklich nicht so rosig. Trotzdem wäre ein Mindestmaß von Disziplin wünschenswert. Wer einfache Hygieneregeln missachtet und dadurch erschwerte Maßregeln erzwingt, sollte keine Freiheitsberaubung beklagen.

     

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