Wie viel Individualität verträgt unsere Gesellschaft?

Es war einmal eine Königin der Individualität.
Sie sagte, nur ich zähle,
die Gemeinschaft zählt gar nichts.
Ich schwöre, dass ich niemals zum Wohle
eines anderen Leben werde und niemals
von einem anderen verlangen werde,
für mein Wohl zu leben.
Für das Wohlergehen der Welt zählt
allein die Durchsetzung des Genialen.
Dafür dürfen alle Regeln gebrochen werden.
Es gibt nur zwei Leben:
Das des Schöpfers unabhängiger Werke.
Oder ein Leben als Schmarotzer.
Ihr Name war Ayn Rand.
Solange bis sie Lungenkrebs bekam.
Danach bezog sie unter dem Namen Ann O’Connor
Leistungen der staatlichen Sozialversicherung.
Die Bücher von Ayn Rand gelten in den USA als
die zweiteinflussreichsten nach der Bibel.
Die Libertarier und die Tea Party Bewegung
vergöttern sie noch heute.
Zumindest solange sie nicht arm und krank werden.

 

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