Wie wollen wir leben? (2)

Da war man ohne Chance.
Da konnte man nicht anders.
Da war man machtlos.
Wenn jemand „man“
statt „ich“ sagt“,
dann will er seine
Verantwortung abladen.
Er genießt seinen Opferstatus.
Lehnt die Idee
der Selbstbestimmung ab.
Schuld sind immer die anderen.
Die Evolution.
Die Gesellschaft.
Hoppla.
Die Gesellschaft?
Sind das nicht wir?
Wenn „wir“ statt „man“
alle „ich“ sagen,
ist das nicht ein guter
Anfang für Selbstbestimmung?
Hoppla.
Ist das nicht Egoismus?
Ja, zu viel vom „ich“
ist die Kehrseite
der Selbstbestimmung.
Aristoteles würde sagen:
Wie immer macht die
Mitte die Tugend.

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