INTUITIVES PHILOSOPHIEREN
schöpft aus dem Unbewussten.
Startet mit einer „dunklen
Vorstellung“, die Idee
kommt beim Sprechen.
Der deutsche Dichter
Heinrich von Kleist
beschreibt es als die
„allmähliche Verfertigung
der Gedanken beim Reden“.
Ein Gegenüber ist nur
deshalb nötig, weil es
den Redner dazu zwingt,
strukturiert zu reden
und irgendwann einmal
zum Ende zu kommen.
RATIONALES PHILOSOPHIEREN
arbeitet mit dem Bewussten.
Aktiver Dialogpartner nötig,
weil ein konzentriertes
Frage-Antwort-Spiel den
Erkenntnis-Prozess
systematisch vorantreibt.
Sokrates beschreibt dies
als „Hebammenkunst“,
sie hilft anderen
durch das Fragen, eigene
Gedanken zu gebären.
INTUITIVES PHILOSOPHIEREN
ist dichter am Alltag dran,
das Denken läuft im Modus
anstrengungslos, das Ergebnis
oszilliert wild zwischen
Er – und Verkenntnis,
liefert manchmal aber auch
verblüffende neue Einsichten.
RATIONALES PHILOSOPHIEREN
erfordert Zuhören, Schließen
und Erkennen und ist so
im Alltag meist unbekannt.
Das Denken ist anstrengend
hochtourig, die Trauben der
Erkenntnis hängen hoch.
Was nun?
Beides, wenn man
weiß, was man wann
einsetzen sollte.