Ist Ethik wichtiger als Religion?

Religion werde missbraucht und
instrumentalisiert, um politische
und wirtschaftliche Interessen
durchzusetzen, sagt der Dalai Lama.
Man brauche daher eine
säkulare Ethik, die auch
für Atheisten und Agnostiker
hilfreich und brauchbar sei.
Er spricht von einer elementaren
menschlichen Spiritualität,
einer in den Menschen angelegten
Neigung zur Liebe, Güte und Zuneigung
und untermauert dies mit Hinweisen
auf evolutionswissenschaftliche Theorien
und Erkenntnisse der Gehirnforschung.
„Wir kommen nicht als Mitglied einer
bestimmten Religion auf die Welt.
Aber Ethik ist uns angeboren“,
ist die Überzeugung des 14. Dalai Lama.
Das ist Sprengstoff pur.
PENG!
Dass bei der Gelegenheit die
Religionen abgeräumt werden
und ihre Götter als höchste
Moralinstanz gleich mit.
Wunderbar.
Dass er bei der Gelegenheit
zwei neue, noch mächtigere Götter
einführt, die Evolution und die
Gehirnforschung.
Noch wunderbarer.
Denn beide gehen davon aus,
dass der Menschen von der
Natur programmiert ist.
Wir können dann ja wohl keine
Verantwortung mehr für unsere
Missetaten übernehmen.
Das muss schon die Natur.
Und einen strafenden Gott gibt
es dann ja auch nicht mehr.
Wir sind wieder im Paradies.
Warum zum Teufel schreiben
dann Menschen gegen die Natur
Menschenrechte und Verfassungen?
Damit erreichen die doch nur,
dass der Mensch für sein Tun
voll verantwortlich,
selbst die höchste Moralinstanz ist.
Sind die denn verrückt?

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