Können wir uns Trump noch leisten?

Fragen immer
mehr Amerikaner.
Und meinen damit
nicht nur die
Bezahlbarkeit des
täglichen Lebens.
Sondern auch
den Präsidenten.
„Können wir uns
Merz noch leisten?“
Fragen immer
mehr Deutsche.
Wieder dasselbe Wort.
Denn „leisten“
heißt zweierlei:
etwas bezahlen
können und etwas
aushalten können.
Vielleicht ist das die
interessantere Frage:
„Was kostet
uns der Politiker,
den wir uns leisten?“
Nicht nur in
Dollar oder Euro.
Sondern in
Vertrauen,
Zusammenhalt,
Vernunft.
Und wenn der Preis
zu hoch wird?
Dann helfen
keine Umgehungsstraßen:
nicht Psychologie,
nicht Kommunikation,
nicht neue Erklärungen.
Dann wird aus
„Können wir ihn
uns leisten?“
eine politische Frage:
„Wollen wir ihn
noch haben?“

EINE KOOPERATION VON NI/KI

5 Gedanken zu “Können wir uns Trump noch leisten?”

  1. Ralph Crimmann sagt:

    In einer italienischen Zeitung las ich eine Überschrift zu den führenden Staatsmännern Trump, Putin, Xi, Selenski, vielleicht auch Merz u.a. “Tutti sono kretini”, Alle sind Kretins. Vielleicht trifft diese begriffliche Mischung von verrückt, krank und behindert unsere gegenwärtigen Staatenlenker ziemlich genau. Ob wir sie uns leisten können, ist gar nicht die Frage. Sie sind da, und wir müssen uns darauf einstellen, nolens, volens.

    1. Detlev Six sagt:

      Ich habe den post hauptsächlich geschrieben, um meinen Vorschlag für die amerikanischen Demokraten zu den amerikanischen Wahlen loszuwerden: “Can we afford Trump?” Affordability ist das ganz große Thema in den USA. Sie sinkt spürbar, vielleicht noch schneller als die Beliebtheit des Präsidenten. Die Demokraten in den USA neigen im Moment zu sehr komplizierten, hochgradig ausgetüfftelten politischen Argumenten, die teilweise nur noch von ihren akademischen Anhängern goutiert werden. Schon Hillary Clinton ist an ihrem Anspruch gescheitert. “Can we afford Trump?” versteht jeder Wähler. Es ist natürlich hochgradig vermessen von mir, zu hoffen, der Slogan wird in einem kleinen Blog im Chiemgau entdeckt und dann auch noch von den Demokraten für gut befunden. Aber so ist es halt, wenn man an das Konzept der Selbstwirksamkeit glaubt.

  2. Monica Lieschke sagt:

    Können wir uns Trump leisten? Nein. Aber wir haben wenig Einfluss darauf.
    Sich etwas leisten wird heute oft synonym verwendet mit „sich etwas gönnen“. Sich etwas leisten können hingegen braucht zur Wunscherfüllung die realistische Grundlage. Beim Sparbuch klar. 
    Friedrich Merz können wir uns wahrscheinlich nicht mehr lange leisten. Weil er sich keine Empathie leistet und den Bürgern dabei Reformen zumutet bei Leistungen des Staates, die wir uns als Gesellschaft nicht mehr leisten können. Wenn sich keiner mehr den vollen Tank leisten kann, dann ist Friedrich Merz allerdings für Abfederung- bevor seine Werte noch weiter in den Keller rutschen.
    Das Problem: Es gibt keine echten Leistungs-/Eignungstests für Politiker im Vorhinein, vor der Wahl, es sei denn sichtbare und nachvollziehbare Erfahrung in Politikbereichen, die einschätzbar sind. Alles andere läuft unter Selbstmarketing. Wer macht die besseren, lustigeren und reißerischsten TikTok Beiträge, hat die besten Narrative und Events?
    Neu ist: Man leistet sich Unsicherheit im Sinne von Dystopie (als Gegenentwurf zur Utopie, einem positiven Zukunftsbild)… “und sollte es schief gehen, dann ist es Zeit, dass das Alte kaputt- und untergeht und Platz kommt für Neues”. Dystopien füllen Seiten und haben Konjunktur in Umbruchzeiten. 
    Hinzu kommt: Wer kann/will es sich noch leisten, in die Politik zu gehen? Ein Leben zwischen Personenschutz, Hate-Posts, Anwälten, …

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