Wird Intelligenz eine Versorgungsleistung wie Strom oder Wasser?

Und die Menschen
können sie
über einen
Zähler beziehen
und abrechnen
wie Strom
oder Wasser?
Ja, meint
Sam Altmann.
Einer der
Gurus  der
Künstlichen
Intelligenz.
Sein ChatGPT
kommt ja
jetzt schon
so ins Haus.
Aber ist das
Intelligenz?
Intelligenz
ist das, was der
Intelligenz-Test
misst, sagen
Intelligenzforscher.
Und da schneidet
ChatGPT
hervorragend ab.
Aber die
künstliche
Intelligenz
versteht nicht,
kombiniert
nur gut
klingende
Sätze.
Kommt als
verzweifeltes,
letztes Argument.
Aber das gilt
auch für
viele Menschen.
An Intelligenz
wird in Zukunft
kein Mangel sein.
Der gilt eher
für Strom
und Wasser.

10 Gedanken zu “Wird Intelligenz eine Versorgungsleistung wie Strom oder Wasser?

  1. Karin Kraft sagt:

    Tja, lieber Ralph, KI-gestützte Therapie vielleicht. Aber vielleicht ist der springende Punkt bei all dem ja: der KI ist es egal, und zwar alles.

  2. Ekkekard Rogalski sagt:

    KI und Intelligenz
    Leider ist der Begriff Intelligenz in vielschichtiger Anwendung. Wikipedia sagt zum Beispiel: Intelligenz ist die kognitive bzw. geistige Leistungsfähigkeit bei Menschen und zum Teil auch Tieren speziell zum Problemlösen. Befriedigend finde ich das nicht. Aber immerhin: Der KI spreche ich jegliches Bewusstsein ab. Intelligenz aber vielleicht doch nicht.
    Genies hat KI noch nie entwickelt, sind aber auch unter Menschen sehr selten. Blaise Pascal hat die ersten technischen Rechenmaschinen hergestellt und verkauft, woraus sich für 350 Jahre ein Industriezweig entwickelt hat, getragen von hunderttausenden mehr oder minder intelligenten Menschen. Hollerith erfand die Lochkartenmaschine und leitete damit die elektronische Entwicklung ein. Roland Zuse baute 1941 den ersten leistungsfähigen Computer, wobei er mit Anwendung der von Leibnitz um 1690 analysierten binären Mathematik die Basis für die heutige Entwicklung der EDV schuf.
    Auch persönliche Erfahrungen kann ich beisteuern. 1955 habe ich für IBM Schalttafeln verdrahtet, Vorläufer für die spätere Programmierung. Meine Diplomarbeit über die Einführung des Lochkartenverfahrens 1959 war ein Erfolg, vielleicht weil mein Professor erstaunt über die Anwendungsmöglichkeiten der neuen Technik war. 1955 hat John McCarthy den Begriff Künstliche Intelligenz eingeführt, wohl weil er Fördermittel beantragte, und seit den Siebziger Jahren wird über die Einwirkung des Computers auf die Menschen diskutiert. 1989 kam das WWW, das heute ermöglicht, dass jedermann die Berichte des Saurüsselstammtisches lesen kann, selbst wenn er auf Hawai lebt (Achtung, Vorsicht – wenn mal die AfD regieren sollte).
    Fazit: Was heute über KI möglich ist, erscheint einfach unglaublich. Immerhin kann man am PC sitzen und über die Tastatur Menschen töten, die gerade tausende Kilometer entfernt sind. Da ist es völlig wurscht, ob KI intelligent ist. Ich bitte nur, sie nicht wie einen Taschenrechner zu bewerten.

      1. Detlev Six sagt:

        Das email, das Basis seines Kommentars ist, hat ihn als Ekkehard Rogalski ausgewiesen. Also einen alten Stammtisch-Freund. Dass dann bei der Veröffentlichung nur noch E übriggeblieben ist, habe ich übersehen.

  3. Karin Kraft sagt:

    Hermann Hesse schrieb 1929: denn Bildung setzt etwas zu Bildendes voraus: einen Charakter nämlich, eine Persönlichkeit. Wo die nicht vorhandenen sind, wo sich Bildung ohne Substanz gewissermaßen im Leeren vollzieht, da kann wohl Wissen entstehen, nicht aber Liebe und Leben. Lesen ohne Liebe, Wissen ohne Ehrfurcht, Bildung ohne Herz ist eine der schlimmsten Sünden gegen den Geist.
    Ich würde also zu Wasser und Strom noch das Wissen hinzufügen, das als Endprodukt konsumiert werden kann. Intelligenz und Bildung sind für mich mit inneren Prozessen verknüpft, die wiederum zu ganz individuellen Prozessen führen. Etwas recht Lebendiges eigentlich.

    1. Ralph P. Crimmann sagt:

      Kann die KI (AI) auch begreifen, dass es Nicht-Begreifbares gibt? Mit Lacan müssen wir festhalten, dass manches nicht erklärbar oder verstehbar ist. Gerade die menschliche Psyche ist oft rätselhaft. Welche KI taugt zur Enträtselung?

  4. Monica Lieschke sagt:

    Intelligenz to Go? Im Abo oder nach Bedarf?
    Liefert Chat GPT Intelligenz? Maximal recyceltes Risipisi, schon mal gedacht und neu kombiniert, gefällig formuliert, sodass es auf den ersten Blick intelligent wirkt. Fake-Intelligenz, Der Zusatz „künstlich“ ist wesentlich, Intelligenz aus der Retorte – in manchen Bereichen sogar überlegen.
    Intelligenz ist das, was Intelligenztests messen? Nur zu gut kann ich mich an den inneren Widerstand erinnern, als ich während des Studiums solches in „Diagnostik“ lernte und bezweifelte, ob die Fragenbatterien das erfassen, was sie vorgaben zu messen. Einzig überzeugend: Mein mickriges Ergebnis in „Mechanisch-technischem Verständnis“.
    An Intelligenz mangelt es schon jetzt, wie man unschwer an den Kommentaren zu diesem Sommer erkennen kann. Noch beunruhigender: Auch jene Ver(w)irrten füttern mit ihren kruden Ausführungen die KI. Weist sie diese aus Gründen mangelnder Intelligenz etwa zurück?
    „Plagiate“ werden aussterben, denn kaum noch jemand wird bei Bewerbungen oder Abschlußarbeiten auf KI verzichten, wird die Abkürzung wählen, in Folge droht NI zu verdorren, wenn ihr Lauf keine Nahrung erhält. Es gibt auch ohne KI Vorgedachtes, jedoch schaffen Interpretation, Bewertung, Neu-Zusammensehen, in den eigenen Lebens- und Erfahrungskontext integrieren, Durchkauen und Verdauen eine neue Qualität der NI.
    Hoch lebe die NI !

    1. Peter Deller sagt:

      Lieber Karlheinz, das sehe ich auch so wie du. Die Ki ist ein praktisches tool, der “Taschenrechner ” unserer Zeit. Mit meinem Verständnis von Intelligenz hat das nichts zu tun.

      LG Peter

  5. Hans-Peter Kühn sagt:

    Mangel an Strom und Wasser entstehen aus einem Mangel an Intelligenz im Management unserer Lebensweise.
    Diesen engen Zusammenhang kann auch der schön formulierte Post nicht aus der Welt schaffen.

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