Wir ändern unsere Werte
in Sekundenschnelle.
Wenn uns die Wahrheit
schadet, lügen wir.
Wenn uns die
Wahrheit nützt,
trumpfen wir
mit ihr auf.
Wenn wir uns
ungerecht behandelt
fühlen, fordern
wir Gerechtigkeit.
Wenn wir von der
Ungerechtigkeit
profitieren,
schweigen wir.
Wenn wir mehr
Freiheit für uns
wollen, gehen wir
auf die Straße
und lachen über die
am Straßenrand,
deren Freiheit
wir beschneiden.
Werte erleben
wir subjektiv und
ändern sie ständig
zu unseren Gunsten.
Die Stellschraube
heißt Macht.
Macht über die
Lebenssituation.
Das funktioniert
nicht, wenn
das Machtgefälle
zu groß ist.
Deshalb mussten
sich Frauen
die sexuellen
Übergriffe ihrer
Chefs gefallen
lassen, wenn sie
nicht ihren
Arbeitsplatz
gefährden wollten.
Erst als eine
neue Macht dazu kam,
die Öffentlichkeit,
hat sich das geändert.
Die meisten Menschen
haben einen
Mindeststandard
der Werte, den sie
nicht unterschreiten.
Gefährlich sind die,
die keinen haben.