Der Mix stimmt
nicht mehr.
Jedes politische
System, egal ob
demokratisch oder
autokratisch,
muss ein
Gleichgewicht
zwischen zwei
Kriterien finden:
Effizienz
und Legitimität.
Effizienz
meint die Frage:
Wie gut und
schnell
kann eine
Regierung
erfolgreiche
Lösungen
für aktuelle
Probleme finden?
Legitimität
meint die Frage:
Inwieweit
erkennt eine
Bevölkerung
die Autorität
der Regierung
an und
unterstützt
die Maßnahmen
zur Lösung?
Die beiden
Kriterien
verhalten
sich in
der Regel
umgekehrt
proportional
zueinander.
Eine Diktatur ist
zweifellos die
effizienteste
Regierungsform.
Einer entscheidet.
Das Gegenteil, ein
Land, das über
jede Maßnahme
endlos mit
allen Einwohnern
diskutiert,
vergrößert sicher
die Legitimität,
aber gewiss nicht
die Effizienz.
Die Demokratie
scheint die
richtige Mischung
der beiden
Kriterien
verloren zu haben.
Andere politische
Systeme greifen
sie massiv an.
Nehmen ihr die
Anhänger weg.
Es wird Zeit,
die Demokratie
zu erneuern,
statt immer nur
darüber zu reden.
Die Ideen gibt es.
ANMERKUNG:
Die Schilderung der
beiden Kriterien
Effizienz und
Legitimität als
Basis eines
politischen
Systems ist in
dem Buch von
David Van Reybrouck
„Gegen Wahlen
Warum Abstimmen nicht
demokratisch ist“
ausführlich
nachzulesen.
Reybrouck spricht
sich für die Teilnahme
einer repräsentativ
gelosten Gruppe
(ähnlich wie der
Bürgerrat in Deutschland)
als Ergänzung zu
gewählten Politikern aus
und bringt als gelungenes
Beispiel dafür die
„Gesetzgebung für die
gleichgeschlechtliche
Ehe“ in Irland.
Haben wir am Stammtisch-
Abend alles sehr
ausführlich diskutiert.