Gut und böse
haben nicht
nur in der
religiös
beeinflussten
Moral eine
steile Karriere
gemacht,
sondern auch am
Lagerfeuer.
Seit Menschen
dort Geschichten
erzählen, ranken
diese sich um
gut und böse.
Schön schwarz
(böse) und weiß (gut).
Die einen sind
durchwegs die
Guten (meist wir),
die anderen die Bösen.
Da unterschieden
sich Steinzeit
und Hollywood nicht
sehr voneinander.
In neuerer Zeit
kommt aber vor,
dass Menschen
als gut und böse
in einem
geschildert
werden.
Klassiker:
Der Mafiakiller,
der tagsüber tötet
und abends seine
Kinder in den
Schlaf singt.
Eins aber bleibt,
die
Gut-Böse-Argumentation
ist der Auslöser
mörderischer
Schlachten.
Alle Versuche von
den Neuerfindern
der Moral,
den Ethikern,
die Wortwahl zu
entschärfen
sind gescheitert.
Denn bei aller
Künstlichkeit der
moralischen
Begriffe gut und
böse, bleibt unser
tierisches Erbe
als Basis von
Konflikten,
schnurr – freundlich
gestimmt – und knurr
– feindlich drauf.
Das können wir nennen,
wie wir wollen.