„Ich sinnlose“,
sagt Gerhard Polt,
wenn er
vorsätzlich
nichts tut.
Dieses Wort hat
er neu erfunden.
Holla, was ist
ihm denn da passiert?
Er hat ein statisches
Wort – Sinnlosigkeit –
in ein, na was denn,
Tunwort verwandelt.
„Ich sinnlose“.
Ist das nicht ein
Widerspruch
zu dem, was er
beabsichtigt hat?
Er wollte
doch nichts tun.
Und wie ist es mit
unserer Frage oben?
Ist „lernen“ nicht
auch ein Tunwort.
Es ist dem Menschen
nicht vergönnt,
nichts tun zu wollen,
ohne dabei ins Tun
verfallen zu müssen.