Was verstehen Stoiker unter einem guten Leben?

Leben im Einklang
mit der Natur.
Ja, sie haben
ihn erfunden.
Den Leitsatz
eines guten Lebens.
Die Stoiker.
Vor 2000 Jahren.
Lebt den heute noch einer?
Wildtiere übertragen Viren.
Wir sind ihr
zu nahe gerückt.
Der Natur.
Wasser schwemmt Ahrweiler weg.
Abstandsregel mißachtet.
Wir mißachten sie.
Die Natur.
Dann versuchen wir
sogar schöpferischer zu
sein als sie.
Durchaus mit Erfolg.
Die Natur hat für
das Adlerauge Millionen
von Jahren gebraucht.
Wir für das
Teleskop nur 1000.
Kann aber viel weiter schauen.
Das Teleskop.
Bis in andere Galaxien.
Darüber vergessen wir sie.
Die Natur.
Das Tier kann Gemeinschaft.
Der Mensch könnte sie.
Will aber nicht.
Lieber kräht er
den Gockel des
hemmungslosen
Individualismus.
Der Mensch will stärker
sein als die Natur.
Im Gegensatz zum Tier.
Das Tier wird von der
Natur programmiert.
Der Mensch
programmiert
sich selbst.
Einklang sieht
anders aus.
Sieht so aus,
dass wir nur noch ahnen,
dass die Natur
unsere Existenz ist.
Auf, ihr Stoiker.
Ihr müsst einen
neuen Leitsatz finden.

 

5 Gedanken zu “Was verstehen Stoiker unter einem guten Leben?

  1. Karlheinz Raum says:

    Ein interessanter Gedanke über das Leben mit der Natur und der Kombination, dass aktuelle Katastrophen mit den Stoikern zu tun haben könnten.
    Denkbar wäre es, wenn man davon ausgeht, dass Denkmodelle der Stoiker, die sokratische Schule verdrängt hätten. Da wäre aus dem scharfen Nachdenken, Verändern, Verbessern eine Art von stoischer Gelassenheit geworden. Eine gewisse Trägheit durch Sättigung. So nach dem Motto
    „ein voller Magen studiert nicht gerne“. Das wäre eine überzeugende Begründung, warum wir den erreichten Wohlstand nicht mehr hergeben wollen. Dass naturbelassene Nachhaltigkeit umgedeutet wurde auf anhaltenden Wohlstand. Der aber gehalten und möglichst noch vermehrt werden soll. Die Wirtschaft bräuchte das und deswegen wurden wir seit über 50 Jahren auf Wachstum getrimmt?
    Ob der Mensch keine Gemeinschaft kann, ist eine These. Der homo sapiens gehört zur Gattung der „Herdentiere“, die ihre Entwicklung der Gemeinschaft verdanken.
    Alleine wären sie schon vor einigen tausend Jahren ausgestorben.
    Erst seit etwa 100 Jahren, als Menschen begannen aus dem Gehege „Fremdbestimmung“ auszubrechen, glaubten sie alleine leben zu können. Sie nennen es Demokratie, Freiheit oder Individualismus. Sie glauben, das sei natürlich und kämpfen für noch mehr Freiheit.
    Sie merken nicht, dass die Regeln der Freiheit auch für Menschen vorprogrammiert sind. Wenn wir diese Regeln nicht beachten, wird uns die Natur zeigen, wohin die Richtung geht.
    Der neue Leitsatz könnte sein; „ Nur im Einklang mit der Natur können wir überleben“ oder
    „Natürliches Wachstum ist endlich, wie das Leben“ oder noch kürzer „Satt macht müde“.

     
  2. Hans Zangl says:

    Lieber Detlev,
    Leben im Einklang mit der Natur, was ist das, wie soll das gehen? Wir Menschen gehören zur Gattung der Tiere, sind also auch 100 % Natur.

    Und was ist ein gutes Leben, gibt es das überhaupt? Oder will hier jemand aus „göttlicher“ Sichtweise vorschreiben, diktieren, bestimmen, was gut und schlecht ist?

    Und mit dem Leitsatz habe ich auch so meine Bedenken und Fragen. Willst du menschliches Verhalten zentral leiten und lenken? Wie steht es mit der Freiheit und Selbstbestimmung der Menschen? Wie oft haben schon Leittiere und Leitfiguren ihre Gefolgschaft in die Irre, ins Verderben geführt.

    Also: was ist ein gutes Leben, gibt es das, kann es das überhaupt geben?

     
  3. Karlheinz Raum says:

    Lieber Hans Zangl;
    Hier handelt es es sich um ein klassisches Missverständnis zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. In den letzten 100 Jahren hat allerdings ein Prozess der Annäherung stattgefunden. Immer mehr Naturwissenschaftler erkennen, dass der Mensch zwar zur Gattung der Säugetiere zählt, aber sich doch in einem wesentlichen Punkt unterscheidet, der mit Geist, Ratio und Intellekt bezeichnet wird. Dieser „kleine Unterschied“ führte zur Geisteswissenschaft, aus der sich Disziplinen wie Philosophie, Religion, Psychologie, Sprache, Musik, Ethnologie, Juristik, Pädagogik, Kunst entwickelt haben.
    Mein daraus entwickelter Leitsatz lautet; „Erst wenn Natur und Geist im Einklang sind, haben alle Lebewesen ein Chance, mit der Natur zu leben”.

     

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