INTERVIEW MIT
ARISTOTELES:
„Was ist Mut?“
“Mut ist eine Tugend,
denn er bildet
das rechte Maß
zwischen Feigheit
und Tollkühnheit.“
„Können Sie das
genauer erklären?“
„Ich definiere Mut
als den ausgewogenen
Zustand zwischen
Feigheit und
Tollkühnheit.
Feigheit ist das
Fehlen von Mut,
während Tollkühnheit
das Übermaß ist.
Mut ist in der Mitte,
wo Besonnenheit und
Entscheidungen im
Einklang mit der
Vernunft stehen.
Es ist die vernünftige
Antwort auf Gefahr,
weder zu zögerlich
noch zu übermütig.“
„Brauchen wir
also mehr Mut?“
„Das können nur
Sie beantworten.“
Es ist mutig zu sagen, was die Mehrheit nur denkt…
Denkste
Warum sollte es mutig sein, zu sagen, was die Mehrheit denkt?
Wir brauchen nicht mehr Mut, sondern Ermutigung.
Mut ist Energie. Energie ist Bewegung. Bewegung ist Fortschritt.
Mut tut gut. Mut macht glücklich.
Entmutigung bewirkt das Gegenteil.
Ob unzufrieden, unglücklich oder depressiv, weißt nur Du.
Bin ich mutig? Zumindest nicht mehr so übermütig wie in meinen jungen Jahren. Auf meine bisherige Mut-Bilanz bin ich nicht unbedingt stolz, aber auch nicht unzufrieden- Vergleiche mit anderen sind da nicht hilfreich.
Ich habe einmal an einem Zebrastreifen ein Kind auf den Gehweg zurückgezogen und werde nie erfahren, ob ihm sonst etwas passiert wäre. Das Kind war sehr erschrocken, der Fahrer und ich selbst ebenso. Mit Mut hatte das wenig zu tun, es war ein Reflex.
Mut braucht eine Entscheidung- eine Wahl- und wenn diese noch so kurzfristig ausverhandelt wird im Speeddating zwischen Kopf, Herz, Hand (und einem moralischem Kompass als Dolmetsch?). Mut kennt kein Kalkül und scheint daher eine seltenes/fehlendes Gut, eine seltene Erde, ein Wertstoff. Es ist schade, dass er seltener sichtbar scheint, denn vielleicht würde er andere ermutigen. Ich glaube/hoffe, es ist wie mit den meisten seltenen Erden, es finden sich noch immer große Depots, teils ungeahnt und ungefördert und die Verwendung erfordert Sorgsamkeit.
Vielleicht ist Mut aber auch ein nachwachsender Rohstoff? Ja! Der Gedanke ermutigt.
Ganz Deiner Meinung. Doch wer soll/kann ermutigen, wenn nicht die Mutigen?!
Also bräuchte es doch Mut, schon aus energetischer Sicht ….
Mehr Mut wäre Übermut. Brauchen wir den ?
Woher kommt der Mut zum Mut? Von Natur bevorzuge ich die Hasenexistenz. Es muss schon etwas existenziell Unabweisbares sein, dass mich der Mut zum Mut packt.
Zwischen zwei Extremen, wähle die Mitte.
Das dürfte am Sonntag schwierig werden, denn Ihr habt nur ein Extrem und folglich keine Mitte!
Demut erfordert Mut.