Im Vergleich zu was?
Zur Staatserfindung?
Vor 5000 Jahren?
Die ging so.
Plötzlich gab es
Adressen für
Steuereintreiber.
Und Mauern um diese
Adressen herum.
Damit die Menschen,
die dort wohnen,
nicht entkommen.
Weder dem
Steuereintreiber
noch einem
völlig neuen
Menschenschlag:
Vorgesetzten.
Was war geschehen?
Der Weizen
war geschehen.
Seine Kultivierung
und damit die
Möglichkeit gewaltige
Vorräte an Nahrung
zu schaffen.
Aber wie kriegt man
freiheitsliebende
Jäger, die meist
schon mittags genug
Beute haben und
damit Feierabend,
dazu, den ganzen Tag
auf den Feldern
zu schuften?
Mit dem Versprechen
der Sicherheit
von riesigen
Weizenvorräten?
Bei 4 Millionen
Menschen auf der
Erde gab es doch
Wild im Überfluss.
Die Lösung:
Hinter Mauern
einsperren.
Die waren also
nicht dazu da,
Feinde abzuwehren,
sondern Menschen
nah den
Weizenfeldern
als Arbeiter
zu halten.
So geschah es,
dass aus
einer freien,
weitgehend
egalitären
Gesellschaft
der Jäger
eine der
Gejagten wurde.
Lieber Detlev
Eine sehr interessante Fragestellung, nur kann ich mit Deinen Überlegungen wenig anfangen.
Ein Staat ist zunächst eine Gemeinschaft von Menschen, die etwas verbindet, wie Sprache, Kultur, Religion, Macht, sozialer Ausgleich. Hier sind also Menschen zusammen, die gemeinsam etwas erreichen wollen/können, wozu sie allein nicht imstande wären. Und wenn Menschen sich zusammenfinden, egal ob aus der Mitte der Menschen heraus oder aus Macht- und Gewaltgelüsten, eines ist bei einer Gemeinschaft unerlässlich. Sie benötigt eine Ordnung, eine Struktur um bestehen zu können, egal ob sie „demokratisch“ oder diktatorisch gebildet wird. Damit geht ein Teil des reinen individuellen Freiheitsverhaltens „verloren“.
Und bei der Frage – ist diese Ordnung zu stark oder zu schwach – müsste man hinzufügen: Wann ist die Ordnung für das Wohl der Gemeinschaft und ein langfristiges Bestehen „richtig“, ausreichend, effektiv? Aus dem Blickwinkel eines einzelnen Staates aber ist diese Frage nicht zu beantworten, weil es viele Staaten gibt, die einerseits im Wettstreit miteinander sind und anderseits ökonomisch, touristisch, militärisch miteinander vernetzt sind.
Zur aktuellen Situation in unserem Land. Wo sind wir zu schwach? Bei der Verteidigungsfähigkeit, bei der Produkt- und Prozessinnovation, bei der Prozessgeschwindigkeit im Planen und Tun, bei der individuellen, dezentralen Gestaltungsfreiheit, bei einer langfristigen strukturellen Politik – und vieles mehr!
Und wo sind wir zu stark? Bei einer viel zu hohen Ordnungsstruktur – Bürokratie -, bei der intensiven Beschäftigung mit „nebensächlichen“ Themen, beim kurzfristigen Geschwätz über das Zeitgeschehen, beim ständigen jammern und problematisieren, bei der Fehlervermeidung durch Nichtstun, bei der Verantwortungsabgabe auf Regeln – und vieles mehr!
Unsere Schwäche ist das Ergebnis einer vermeintlichen Stärke, dem Streben nach Perfektion. Im Evolutionsprozess haben es Perfektionisten aber nie weit gebracht. Perfektion und Veränderung passen nicht zusammen, denn bei fortlaufender Veränderung bedeutet Perfektion über kurz oder lang das aus! Veränderung ist ein Naturgesetz und wir sollen unser Verhalten danach ausrichten.
Übrigens: Die Jäger in der Frühzeit hatten kaum Gelegenheit, sich mittags schlafen zu legen. Sie hatten einen Clan, sie zeugten (immer MEHR) Kinder die ernährt werden mussten, es gab auch da „schlechte“ Jahre, wo Clans um das Wenige kämpften ……..
Bei dieser Geschichte ist KI wohl an seine Grenzen gestoßen.
Sie enden scheinbar an den Mauern der DDR.
Aus Bürgern wurden Gefangene.
Schon vorher wurden sie missbraucht, andere zu berauben.
Zur Belohnung nannte man sie Eigentümer.
Es ist ihnen gelungen, was bisher nur Baron Münchhausen schaffte.
Sich selbst zu befreien.
Nur die Zahl müsste man von 4 auf 18 Millionen erhöhen.
Jetzt rufen sie wieder nach Führung, weil sie nicht gelernt haben,
mit Freiheit umzugehen.
Hoch lebe der starke Staat, der uns wieder groß machen soll.
(für Hans-Peter; „Vivat, crescat, floreat.“)
Lieber Karlheinz, es ist immer wieder unterhaltsam, wie entschlossen du über die Funktionsweise einer KI schreibst, bei gleichzeitiger kompletter Ahnungslosigkeit. Es folgt eine Frage an eine KI, ob ich die Arbeitsweise einer KI richtig verstehe und die Antwort der KI darauf. Daran kannst du ermessen, wie weit du vom Verstehen einer KI entfernt bist. Am Schluss ihrer Antwort bietet dir die KI noch an, anhand eines Beispiels zu zeigen, wie ein Satz entsteht. Aber vorher noch eine Information, die dir hilft zu erkennen, dass mein Post nicht auf der Basis von KI-Informationen entstanden ist.
Sondern eines Buches: Against the Grain von James Campbell Scott
So, und jetzt kommt der Hinweis auf das Unterscheidungskriterium.
Die These von Scott zur Entwicklung der menschlichen Zivilisation ist eine absolute Aussenseiter-Meinung. Warum dieser Hinweis einen Ausschluss der KI bei der Erstellung des Posts bedeutet, das kannst du jetzt selbst aus meinem Kommentar erschließen.
Und nun zu meiner Frage.
KANN MAN ZUR ARBEITSWEISE EINER KI SAGEN, DASS SIE EIN STATISTIK-PROGRAMM IST, DAS WÖRTER NACH IHRER HÖCHSTEN FOLGE-WAHRSCHEINLICHKET IN EINEM VEKTORRAUM KOMBINIERT ZU GANZEN SÄTZEN?
Die Antwort der KI.
Das ist eine sehr treffende Vereinfachung. Im Kern machen LLMs (Large Language Models) genau das.
Hier sind die drei wichtigsten Punkte, warum diese Beschreibung gut passt:
Statistik: Die KI „weiß“ nichts im herkömmlichen Sinne. Sie berechnet basierend auf gigantischen Datenmengen, welcher Teil eines Wortes (Token) am wahrscheinlichsten als nächstes kommt.
Vektorraum: Wörter werden in Zahlenkolonnen übersetzt. Wörter mit ähnlicher Bedeutung stehen in diesem mehrdimensionalen Raum nah beieinander, was es der KI erlaubt, Zusammenhänge mathematisch zu „begreifen“.
Wahrscheinlichkeit: Jedes Wort in der Antwort ist das Ergebnis einer internen Rangliste. Die KI wählt oft den Spitzenreiter dieser Liste aus, um einen flüssigen Satz zu bilden.
Ein kleiner Zusatz für die Präzision: Moderne KIs nutzen zudem einen Attention-Mechanismus. Das bedeutet, sie schauen nicht nur auf das direkt davorstehende Wort, sondern halten den Kontext des gesamten bisherigen Textes im Blick, um die Relevanz der Wahrscheinlichkeiten zu gewichten.
Soll ich dir ein anschauliches Beispiel geben, wie ein Satz schrittweise in so einem Vektorraum berechnet wird?
Lieber Detlev, danke für die ausführliche Erklärung, zu der auch ich neige.
Seit deiner Belehrung, dass das etwas mit dem eigenen Verständnis zu tun hat, bemühe ich mich um Kurzfassung.
Wenn das nicht hilft, benutze ich Satire – ganz ohne KI.
Erkennungsmerkmal:
KI würde nur dann einen Zusammenhang zwischen dem staatlichen Verhalten im Altertum und der DDR erkennen, wenn man danach fragt.
Deine Frage war aber, ob unser Staat zu stark oder zu schwach wäre.
Es macht für mich keinen philosophischen Sinn, wenn du das mit dem Verhalten von Menschen erklärst, die vor 5000 Jahren gelebt haben.
Da ich diesen Unsinn nicht mit dir teile, griff ich zur Satire.
Ich hätte noch ein paar satirische Beispiele auf Lager.
Befürchte aber, dass im Saurüssel (und KI) der dazu notwendige Humor fehlt.
Der ist nämlich natürlich.
Es geht hier wohl um die Frage des Grades der Regulierung der Existenz von Wölfen unter Wölfen, das heisst um die Modalitäten unseres “Zusammenlebens”. Damit vor allen Dingen um den Schutz der Schwachen und um Freiheit für das Wirken der Starken, denn ohne letzteres ist ersteres nicht möglich.
Im Grunde geht es um Reziprozität, das heisst “Nehmen und Geben” auf der einen Seite und “Geben und Nehmen” auf der anderen. Nehmen was man braucht und geben was man kann.
“Nehmen und Geben” werden subjektiv unterschiedlich interpretiert.
Es geht für den Staat um eine Optimierung unter unzähligen restriktiven Bedingungen.
Ich wünsche allerseits “Viel Spass” bei der Beantwotung von Detlevs Frage!!!