Was ist der Sinn des Lebens?

Kann das ein Krieg sein?
Zumindest die Nebenwirkung davon.
Das Gebrauchtwerden.
Das Eingebundensein.
Das totale Verlassen aufeinander.
In einer verschworenen Truppe.
Die gemeinsam allen Gefahren trotzt.
Untersucht bei Afghanistan-Veteranen.
Nicht die Hölle dort hat sie zu
Säufern und Drogenabhängigen gemacht.
Sondern die Rückkehr in die USA.
In eine moderne Gesellschaft,
welche die Kunst perfektioniert,
den Menschen das Gefühl
der Nutzlosigkeit zu geben.
Nun.
Erstens wollen wir alle keinen Krieg.
Zweitens sind wir nicht die USA.
Drittens ist die in den Befunden
angedeutete Rückkehr zu einer
Stammesgesellschaft keine Option.
Aber andererseits ist Gemeinschaft
und Menschlichkeit regelrecht ein
Ur-Sinn.
Das althochdeutsche SINNAN
bedeutet reisen, streben, trachten.
Auch wenn wir das Ziel der
Menschlichkeit nie erreichen werden,
wir können uns
wenigstens auf den Weg machen.

 

Ein Gedanke zu “Was ist der Sinn des Lebens?

  1. Karlheinz says:

    Sinn oder Unsinn war die Frage, die man kollektiv kaum beantworten kann, sondern nur individuell. Entsprechend kontrovers waren die Beiträge der Teilnehmer. Um etwas Ordnung in das Durcheinander von Meinungen zu bringen, will ich versuchen, Pro und Contra auf einen Nenner zu bringen.
    Wer sich an meinen Vortrag in der Reihe „Meine Philosophie“ erinnert, wird vielleicht bemerkt haben, dass ich die geistige Entwicklung der Menschen in zwei Zeitalter getrennt habe. Die eine Ära war bis zum 19. Jahrhundert (prophetisches Zeitalter), das andere (Neuzeit) danach. Vorher wurde der Sinn des Lebens autokratisch vorgegeben (fremdbestimmt), wo Herrscher und Religionen das Programm entwickelten, während in der Neuzeit ein allmählicher Übergang zur Selbstbestimmung begann. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Er hat nur dazu geführt, dass wir dem Ziel Schritt für Schritt und regional sehr unterschiedlich, näher gerückt sind. Auflösung autokratischer Systeme, Wahlrecht, Gleichwertigkeit von Mann und Frau, Mitbestimmung waren einige der Inhalte des neuen Zeitalters, die in den Menschenrechten 1948 ihren Niederschlag fanden.
    Meine Denkvorgabe, dass alle Lebewesen auf diesem Planeten sinnvoll vorprogrammiert wären, ist demnach doch zu unterscheiden. Jedes Lebewesen hat zwar eine vorprogrammierte Funktion, wonach es funktioniert, aber der Mensch hat noch etwas mehr. Deswegen nennen wir unsere Spezies „Homo sapiens“ oder auch „Entscheidung treffendes Wesen“. Die in den Heiligen Schriften sogar als göttliche Attribute dargestellt wurden – „Ebenbild Gottes“.
    Wenn wir nach dieser Erkenntnis die philosophischen Fragen zum Sinn oder Blödsinn unseres Lebens stellen, wird die Antwort etwas klarer.
    Seit der Neuzeit können Menschen zunehmend ihr Leben selbst gestalten. Sie können theoretisch sogar wählen, ob sie sich für ein bereits erstelltes Programm entscheiden, oder ob sie selbst programmieren wollen. Sinnvoll wäre es seine eigenen Entscheidungen oder Handlungen auf sinnvoll oder unsinnig zu prüfen. Notfalls zu ändern, wenn man Unsinn erkannt hat.
    Es macht Hoffnung, dass wir uns doch vom Tier unterscheiden.

     

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