Urteilen wir zu viel moralisch statt sachlich? (2)

Alexei Nawalny,
Regimekritiker, Russland.
Vergiftet.
Das ist ein Verbrechen.
Moralisch verwerflich.
Jamal Khashoggi,
Regimekritiker, Saudi Arabien.
Ermordet.
Das ist ein Verbrechen.
Moralisch…?
Gibt es in beiden Fällen
in der Sache einen Unterschied,
der rechtfertigen würde,
dass im ersten Fall (Russland)
sofort nach Sanktionen
gerufen wird und im
zweiten Fall (Saudi-Arabien) nicht?
Wenn nein, bleibt nur der Schluss,
das wir moralisch geurteilt haben.
Und nicht sachlich.

 

7 Gedanken zu “Urteilen wir zu viel moralisch statt sachlich? (2)

    1. Karlheinz Raum says:

      Ich kann mit den Fragen nichts anfangen. Sie sind zu verallgemeinernd. Fishing for opinions? Soll ich anstelle des Weltgerichtshofes oder UNO urteilen? Was würde ein Urteil ändern? Würden Sanktionen nützen? Wer ist der Täter ? Wer ist der Auftraggeber? Was steckt hinter deinen Fragen ? Doch nicht, ob Mord verwerflich ist ? Mord ist Mord und nicht Moral !

       
  1. Do says:

    Urteilen heißt immer das Ur, das Ganze, teilen.
    Um eine einigermaßen gerechte Betrachtung eines Vorfalles zu erreichen, muss man beide angeführten Gegensätze zusammen führen, und noch einige mehr. Letztendlich bleibt es immer Meinung mit kümmerlichen Tatsachen-Vorgaben. Ein Glück, dass ich kein Richter bin.

     
    1. Karlheinz Raum says:

      Ein Urteil ist eine Entscheidung, die auf der These beruht, dass der Mensch ein Entscheidungs treffendes Wesen sei. Leider bleiben viele Menschen den Beweis schuldig. Simple Begründung: man könne sich nicht entscheiden.

       
  2. Do says:

    Lieber Karlheinz,
    einer meiner Lieblingssätze ist:
    “Ich habe mich entschieden, mich nicht mehr zu entscheiden”.
    In allen wesentlichen Dingen hat in meinem Leben die Natur, das Schicksal oder eine Höhere Macht entschieden. Daraus ist ein großes Vertrauen entstanden: “Passt scho – ohne Einsatz meines Kleinhirns!”

     
    1. Karlheinz Raum says:

      du gibst damit das höchste Gut, das uns von anderen Lebewesen unterscheidet, aus der der Hand. Das ist fatal oder Schicksal. Entscheiden bedeutet auch gestalten.

       

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