Warum ist Reden leichter als Zuhören?

Herrlich, wie die
Worte fliegen,
wie der Autopilot
Sätze von zeitloser
Schönheit bildet,
wenn er in großer
Höhe ein Weltbild
durchfliegt und
Wahrheiten von ewiger
Gültigkeit in Kaskaden
hinter sich herzieht.
Nein, Stammtisch
ist keine Abkürzung
von Stammeltisch.
Im Gegenteil.
Das Reden sprudelt
so flüssig und
endlos, dass
die Zeit jede
Bedeutung verliert.
Hört aber überhaupt
jemand zu?
Vielleicht.
Aber nur, wenn
Zuhörer dazu
bereit sind.
Beim Reden braucht’s
kein Denken.
Beim Zuhören schon.

2 Gedanken zu “Warum ist Reden leichter als Zuhören?

  1. Karlheinz Raum sagt:

    Hab’ ich richtig gelesen?
    Diese Frage stammt doch von einem, der lieber redet als zuhört.
    Eine alte Weisheit sagt; “ Reden ist Silber, Schweigen Gold.“
    Die Meisten hören gerne zu oder wollen einfach nur dabei sein.
    Einige möchten gerne mit Wissen brillieren. Wie bei „Kiss me, Kate“ –
    den Damen zu gefallen (hat sich geändert).
    Andere bringt man durch „sokratische Fragen“ zum Reden.
    Die Natur hat uns mit beidem ausgestattet – genannt Sinnesorgane.
    Es ist also sinnvoll sie zu benutzen – auch beim Reden.
    Gilt vor allem für Menschen, die sich zum Reden berufen fühlen.
    An unserem Stammtisch ergibt das eine Mischung aus Vordenkern,
    Nachdenkern und Denkverweigerern.
    Bei guter Moderation (Betreutes Denken) ergibt das eine interessante Mischung.

  2. Hans-Peter Kühn sagt:

    Der Post beschreibt genau den Grund, aus dem viele am Stammtisch teilnehmen wollen, aber nur eine sehr begrenzte Anzahl an Moderatoren zur Verfügung steht.
    Der Teilnehmer kann am Stammtisch sein Malter voller Wissen und Erkenntnis abladen und sich im Lichte seiner Brillanz sonnen.
    Der Moderator ist dazu verdammt, sich das alles anzuhören, es zu verstehen und allgemein verständlich wiederzugeben, sowie, gegebenenfalls, den Redner zu loben, um ihn bei der Stange zu halten.
    Das ist ein Knochenjob!

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