Was ist Satire?

Übertreibt sie?
Ironisiert sie?
Spottet sie?
Wie versteht
sie
Ahnungslosigkeit?
Als
genetischen
Mangel
unserer
Ahnen?
Wer ahnt es?
Wem schwant es?
Welche Rolle
spielt
die Nudel?
Welche die KI?
Wie heißen die
Lieferanten
der Satire?
Satiranten?
Oder?

4 Gedanken zu “Was ist Satire?

  1. Peter Deller sagt:

    Was ist Satire ? Vielleicht ist es Humor, der die Geduld verloren hat?  Keine Ahnung, klassische Definitionen stimmen mittlerweile eh immer weniger. Für mich jedenfalls sind Jimmy Kimmel, Jon Stewart, Trevor Noah, Jimmy Falcon oder unser Oliver Welke und viele andere mit ihrer Ironie eine Möglichkeit, mit Figuren wie zum Beispiel Trump umzugehen. Es geht mir hier nicht um ein stumpfes „ der denkt auch so wie ich“, sondern ich empfinde Lust zur Distanz zu Dingen, deren Nähe mir Unlust bereitet.

  2. Monica Lieschke sagt:

    Ist Satire philosophisch? Kann es dem philosphischen Diskurs dienen?
    Satire kommt nicht von satyr (Humor), obwohl es zuweilen so hergeleitet wird. Es ist ein scharfes Schwert, intellektuell, absichtsvoll- keine neutrale Info, sondern eine, die verstören, irritieren, aufwecken will. Vor allem in politischem Kontext. Nicht jede/r kann sie und manchen fehlt auch das Empfangsorgan, das Näschen für Spöttisches, Angedeutetes, Überzeichnetes, Umgedeutetes, Doppeldeutiges. Weshalb Satire besonders anfällig ist für Mißverständnisse. Dem versucht man in den Social Media beizukommen u.a. mit dem verharmlosenden Smiley oder gar der Kennzeichnung (Vorsicht „Satire“). In welchem Maße Satire nicht eindeutig ist, zeigt aktuell der mediale Aufreger der Verleihung des Leo-Baeck-Preises an Dieter Nuhr – ausgerechnet- durch den Zentralrat der Juden, obowohl Nuhr immer wieder mal – zurecht oder unrecht – antisemitischer Ausrutscher beschuldigt wird und einen Shitstorm gegen sich in den Social Media schon mal als „Pogrom“ bezeichnet. Satire fällt in der Regel unter „künstlerische Freiheit“, die sie zumindest für sich selbst in Anspruch nimmt und sich daraus auch Freiheiten ableitet. Aber Vorsicht: Satire ist kein spontaner Flachwitz, erfordert Nachdenken was, wie vor wem in welcher Klarheit oder Verschlüsselung gesagt werden will/muß. Wenn die abgeschossenen Pfeile bumerangartig zurückkehren: Ducken und nicht zu empfindlich reagieren.

  3. Karlheinz Raum sagt:

    Da ich dieses Thema wohl verursacht habe, möchte ich dazu auch antworten.
    Es kommt mir vor, wie in dem Sketch von Loriot, als er die Nudel an der Backe hatte.
    Mit dem Begriff „ahnungslos“ wurde ich beschuldigt für einen Kommentar zu dem vorletzten Thema „Staat“. Er ist dann bei Barilla gelandet, als ich die Kritik an Karin, mit „Satire = Unterhaltung + Intelligenz“, beantwortet habe. Das war mein Fehler und beweist, dass man auch mit über 90 noch lernen kann. Es ist die Erfahrung, die ich mit Ekkehard, unserem Gesprächskreis voraus habe. Wir haben Nationalsozialismus, Demokratie und deren Niedergang selbst erlebt. Das ist unsere Expertise und sollte nicht mit Glauben, Ahnung und Wissen verwechselt werden.
    Satire hat die Wirkung eines Weckers. Sie zwingt Ahnungslose, die glauben etwas zu wissen, zum Nachdenken. Sie stützt sich auf Fakten und entlarvt Lügen.
    Was den Quellen Nachweis von Satire anbelangt, so waren es D. Hildebrandt, W. Gruner, U. Priol, Ch. Sieber und nicht zuletzt O. Welke, die mich geprägt haben.
    Ob das respektiert wird, ist nicht mein Problem.

  4. Hans-Peter Kühn sagt:

    Satire hat Reichweite.
    Von frotzelnder Ironie.
    Bis zu beissender Agression.
    Satiriker sind Schreibtischtäter.
    Sie lauern mit Worten und Bildern.
    Treffen Herz und Hirn.
    Der Menschen und Dinge.
    Satire setzt sich keine Grenzen.
    Satire ist Freiheit.
    Freiheit braucht Mut.

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