Worauf hören wir, wenn wir auf unsere Intuition hören?

„Bauchgefühl?
Im Bauch sind 7 Meter
Darm und der ist
voller Scheiße.“
So meine
Berufsschullehrerin
damals in
ihrer direkten Art,
wenn einer wagte,
sich aufs Bauchgefühl
zu berufen.
Etwas vornehmer
verortete Freud
die Intuition,
so heißt bei ihm
das Bauchgefühl,
im Unbewussten.
Auch dort geht’s
heiß her, wo sich
unsere Triebe,
aber auch
die Intuition
vor dem Verstand
verstecken.
Verstand?
Genau der, mit
seinen vertrauten,
eingefahrenen
Bahnen, ist der
Grenzposten
gegen die Intuition.
Sein bester Kumpel?
Das Kortisol.
Versetzt uns in
Kampfbereitschaft,
einen Stressmodus,
der keinen
Gedanken neben
sich duldet.
Was tun?
Nix.
Leerlauf zulassen.
Dann können sich
Nervenzellen
zwanglos
neu verknüpfen
und die Intuition
weist uns mit
ausgebreiteten
Flügeln den Weg.

 

9 Gedanken zu “Worauf hören wir, wenn wir auf unsere Intuition hören?

  1. Do Pfrogner says:

    Für mich als Familien-Aufstellerin ist die Antwort leicht: Wir werden informiert vom sog. “ wissenden Feld“.
    Was das wiederum ist, lässt sich auf die verschiedenste Art definieren. Die Gläubigen sagen vielleicht Gott, die Physiker Quantenfelder, die Naturwissenschafler Instinkt.
    Ich habe keine abschließende Allround-Meinung, außer, dass es 100%ig funktioniert. Dass die Informationen unserer Intuitionen sehr stimmig und heilend sind.

     
  2. HANS-PETER HANS-PETER says:

    Die Intuition ist eine launische Freundin.
    Wenn wir sie wollen, ist sie nicht da und erscheint überraschend, wenn wir nicht an sie denken.Sie lässt sich nicht zwingen und auch nicht verführen und schon garnicht festhalten.
    Wir lieben sie, wenn sie uns Recht gibt und verabscheuen sie, wenn sie uns scheitern lässt.
    Sie ist mehr als der Verstand … und auch weniger.
    Die Intuition ist eine verführerische Exotin mit einem Korb voll verbotener Früchte.

    Jetzt reichts aber!

     
  3. Karlheinz Raum says:

    Da hat sich Detlev mal wieder etwas kniffliches ausgedacht, worauf die meisten Menschen auch heute noch keine klare Antwort gefunden haben. Man benutzt einfach diese Reaktion der Natur als Entscheidungshilfe. Da die Intuition meist schneller ist als der Verstand, werden Entscheidungen überwiegend damit getroffen. Frauen nennen es gerne Bauchgefühl. Männer glauben, dass es vom Verstand kommt, obwohl sie es nicht verstehen.
    Zum Glück hat es in der Wissenschaft der letzten 20 Jahre große Fortschritte gegeben, die vor allem in der Gehirnforschung zu neuen Erkenntnissen führte. Jedenfalls wissen Neurologen heute mehr darüber, als es dem tierischen Instink, dem menschlichen Unterbewußtsein oder der Psyche zuzuordnen. Ja, man kann sogar neuronale Veränderungen nachweisen und damit wissenschaftlich beweisen.
    Soweit ich das als Laie verstanden habe, handelt es sich um abgespeicherte Informationen in unserem Stammhirn.
    Sie stammen zum Teil aus einer Zeit, die vor der Entwicklung unseres Gedächtnisses lag (also im Alter von 0-5 Jahren).
    Neuerdings wurde sogar nachgewiesen, dass sie bereits vorgeburtlich (also genetisch) entstanden sein können.
    Was können wir daraus entnehmen? In diesen alten Speichern fehlen Informationen unserer Zeit. Wenn wir ausschließlich unsere Entscheidung auf Intuition stützen, handeln wir, wie unsere Vorfahren. Das bedeutet, nur wenn sich die Gefahren nicht wesentlich geändert haben, waren sie richtig und nützlich.
    Glück gehabt oder vorher bestimmt.
    Da die Gefahren, mit denen wir es heute zu tun haben, wenig mit denen unserer Ahnen zu tun haben, ist es ratsam auch unseren Verstand zu benutzen, auch wenn es etwas länger dauert, bis der sich sortiert hat. Oder einen Experte konsultieren, der das gelernt hat. Das Ergebnis wird genauer, verläßlicher und nachhaltiger als mit astrologischen Mitteln oder einer Familienaufstellung.
    PS. Dislikes von männlichen Lesern sind meistens intuitiv.

     
  4. Karin says:

    Wenn wir auf unsere Intuition hören, hören wir auf unser momentanes Lebensgefühl und meistens zu schnell. Dann sagt der Verstand :“ Mensch hättste doch erstmal nachgedacht, bevor du so einen Blödsinn von dir gibst“ oder er lobt und sagt „bravo hast du gut gemacht“. Intuition entsteht aus einer Stimmung heraus. Je nachdem wie wir aufgelegt sind, schwankt auch die Intuition. Bin ich schlecht drauf, können meine Intuitionen böse und übel ausfallen, fühle ich mich gut, sind die Intuitionen friedlich, hell und fröhlich. Es fragt sich, mit welchen Entscheidungen es sich leichter lebt, mit den intuitiven oder den nachdenklichen.

     
  5. Ekkehard says:

    Die Begriffe Bauchgefühl und Bauchentscheidung finde ich ganz gut, weil es etwas beschreibt, was nicht durch lange Denkprozesse entstanden ist. Natürlich entsteht der intuitive Vorschlag nicht im Bauch, sondern im Gehirn. Als denkende Wesen wollen wir vielleicht nur nicht wahrhaben, dass unser Gehirn gelegentlich selbständig Vorgänge abarbeitet, die wir unbedingt unserer geistigen Tätigkeit zuordnen wollen. Dabei wissen wir doch, wie umfangreich die ständigen Aufgaben des Gehirns sein können, wobei das Meiste vom Kopf aus gesteuert wird, ohne dass wir bewusst eine Weisung erteilen.
    Ich stelle mir zwei Wege der Intuition vor.
    Der eine ist eine Weiterführung von Gedanken. Ich bin müde, höre auf, möchte vielleicht schlafen. Mein Gehirn macht aber einfach weiter. So kommen Vorschläge als Träume auf, Es soll Leute geben, die sofort, aufwachen und niederschreiben können, was sie geträumt haben. Eine Umsetzung könnte eher gefährlich sein, weil man diese Intuitionen noch nachhaltig durchdenken sollte.
    Wichtiger erscheint mir die spontane Blitzentscheidung. Ein guter Autofahrer wird vernünftig in die Kurve einfahren, erwartet aber, dass es nachfolgend normal weitergeht. Und wenn nicht? Die intuitive Entscheidung wird oft auf Erfahrungen zurückgreifen. Gründliche Analysen helfen ihr nicht.
    Wie gut aber sind die Entscheidungen aus dem Bauch? Wer einer Eingebung folgt, sollte schon gründlich nachdenken, sonst geht das schief. Auch der plötzliche Entschluss ist häufig falsch, aber sehr oft besser als Nichtstun.

     
  6. Hans Zangl says:

    Worauf hören wir, wenn wir auf unsere Intuition hören?

    Wir hören nicht auf den Papst, den Bundeskanzler, Frau Slomka, Goggle oder Karl-Heinz, wir hören auf uns, auf unseren „Bauch“. Aber: mit was und wieviel ist dieser „Bauch“ gefüllt, wie ist das im „Bauch“ befindliche verdaut und strukturiert? Wann sagt mir dieser „Bauch“ etwas und wann nicht? Was sagt mir der „Bauch“ bei den unterschiedlichsten Lebenssituationen und wie sagt er es mir, dass ich es verstehen kann?

    Was sagt uns der „Bauch“, wenn wir z.B. mit den Wörtern Russland, Baerbock, Skitouren oder Gott konfrontiert werden? Was sagt uns der „Bauch“ über die einzelnen Personen in einer Gesprächsrunde? Was sagt uns der „Bauch“ bei Entscheidungen was wir kaufen, wen wir wählen, wohin wir in Urlaub fahren?

    Und sagt jeder „Bauch“ bei vergleichbaren Situationen dasselbe? Mit Sicherheit nicht, es sei denn, der „Bauch“ wird bei allen gleich gefüllt, verdaut und strukturiert? Dann kommen unsere Intuitionen immer noch aus unserem Bauch, aber wir hören nicht mehr auf uns, sondern auf den Papst, den Bundeskanzler, Frau Slomka, Goggle oder Karl-Heinz.

    Ich will das nicht, ich will ICH sein und bleiben, aber Machtmenschen, Machtinstitutionen, Goggle wollen das, das ist ihr Geschäftsprinzip.

     
    1. Karlheinz Raum says:

      Manchmal wäre es ganz gut, auch auf andere zu hören. Unser Bauch hilft uns zwar manchmal dabei zu denken – außer wenn er voll ist. Da ist er mit wichtigerem beschäftigt.

       
  7. Bettina says:

    Eine Intuition, ein Bauchgefühl, kann eigentlich ohne Erfahrungswerte gar nicht existieren. Ein Kaspar Hauser wird in keiner Situation oder Begegnung ein Bauchgefühl haben, allerhöchstens vielleicht einen Fluchtinstinkt. Er müsste die Erfahrungen erst noch machen, um sich intuitiv zu verhalten oder auch nur zu lächeln. Ohne Synapsen keine Intuition. Ohne Imitation, Lernen und Erfahrung keine Synapsen.
    Sind Instinkte überhaupt angeboren? Ist ein Bauchgefühl ein Instinkt? Auch das Gefühl (versus Verstand) dürfte vom Gehirn gelenkt werden und den Synapsen. Wie sie sich verbinden, beeinflusst das Bauchgefühl und den Verstand.

     
  8. Karlheinz Raum says:

    Sch… ist ein veralteter Begriff, der weltweit verbreitet ist und im Bauch entsteht. Deswegen kann es nur Intuition sein, wenn es von dort kommt, denn sie entwickelt sich vorgeburtlich bereits im Mutterleib. Also angeboren und vermutlich deswegen auch mehr weiblich geprägt.
    Dagegen entwickelt sich der Verstand nachgeburtlich durch Erziehung und Bildung. So betrachtet wäre die Anwendung des Begriffs Sch… ein Mangel an Bildung. Zum Begreifen ist sie auch nicht geeignet, da sie stinkt. Die deutsche Alternativlösungen „Kacke“ hat sich nicht flächendeckend durchgesetzt. Zu erkennen ist aber seit einigen Jahren der Einfluß der amerikanischen Bildung, wodurch der Begriff Sch… durch „fuck“ ersetzt wird und weniger stinkt.
    Dies ist wieder ein satirischer Beitrag von mir, indem die Wahrheit versteckt ist.

     

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