Beim Massensterben der Neandertaler, waren wir da GUT oder BÖSE?

Vor 50 000 Jahren.
Neandertaler und
Homo Sapiens
konkurrieren.
Der Erstere äußerlich
grobschlächtig,
aber innerlich
eine Art Genie,
mit größerer
Hirnkapazität
und deutlich
besseren Fähigkeiten
als der Homo Sapiens.
Und Einzelgänger.
Der Homo Sapiens
weniger schlau,
aber mit einem
gewinnenden Äußeren,
mit deutlich
freundlicheren
Gesichtszügen.
Und Gruppenmensch.
Der Neandertaler
verschwand.
Den Homo Sapiens
gibt es noch heute.
Was geschah?
Gruppen können
besser morden
und Gruppen können
besser überleben.
Wir müssen also nicht
zwingend annehmen,
dass unsere Vorfahren
die Neandertaler
ausgerottet haben,
denn es könnte auch sein,
dass sie die Eiszeit jener
Jahre aufgrund des
Zusammenhalts überlebten
und die Neandertaler nicht.
Ist das nicht eine
schöne Aussicht für
die aktuelle Klimakrise?

 

9 Gedanken zu “Beim Massensterben der Neandertaler, waren wir da GUT oder BÖSE?

  1. Karlheinz says:

    Ich beginne den Reigen mit leichter Satire.
    Interessante Gedankengänge über den Homo Sapiens, der sich als Gottes Ebenbild sieht.
    Aus einer anderen Perspektive betrachtet, scheint wahrscheinlicher, dass alle Lebewesen, die dem Menschen ähnlich sind, nur Entwürfe sind. Also Prototypen in der Entwicklungsphase. Testmodelle „under construction“. Wenn Fehler auftauchen, werden sie beseitigt. Wenn das nicht gelingt, wird das Modell verworfen. Wie der Neandertaler – aus dem Programm genommen.
    Dabei ist es egal, ob der schöner war oder stärker. Es kommt auf Qualität, Robustheit, Zuverlässigkeit, Anpassungsfähigkeit und Intelligenz an. Das aktuelle Modell scheint mehr eine billige Raubkopie zu sein. Ein Hochstapler, der sich den Titel “Homo Sapiens“ selbst zugelegt hat.
    In Wirklichkeit aber eine billige, gestylte Massenproduktion, mit parasitären Merkmalen.
    Eine spätere Kommission wird vielleicht einmal feststellen, dass es sich um ein Plagiat handelte, das unsere Erde verwüstet und ausgeplündert hat und so „schlau“ war, seine eigene Lebensgrundlage zu vernichten. Ein Art Heuschrecke im menschlichen Körper.
    Vielleicht gibt es aber auch noch einige ausgereifte „Originale“, die überleben, denn wer soll sonst den Müll beseitigen?

     
      1. Karlheinz says:

        Meinst du das Plagiat oder das Original? Ich habe jedenfalls noch ein Original gefunden, das ich geheiratet habe und 60 Jahre glücklich mit ihr verbracht habe. Das war wie ein 6er im Lotto.

         
  2. Do Pfrogner says:

    Die Indianer sagen: „Nur Gruppen werden überleben!“
    Da sieht es bei unserer Wohlstands-Ego-Singlei schlecht aus.
    Mit gut und böse kann man die Geschichten über die Geschichte wohl nicht bewerten.

     
    1. kuhn hans-peter says:

      Ja, ja die Bewertung…
      Adjektive sind sprachliche Gebilde. Mit Ihrer Hilfe bewerten wir Tatsachen, Ereignisse, Personen, Gegenstände, die Umwelt usw. Gut – Böse, Hässlich – Schön, Schnell – Langsam, Langweilig – Spannend, Hell – Dunkel usw.

      Diese Begriffspaare wirken polarisierend und bedingen sich doch untereinander. Wenn nichts Böse wäre, dann hätte Gut überhaupt keine Bedeutung und wenn nichts Gut wäre, dann hätte das Böse keine Bedeutung.

      Anders gesagt, ich sollte dem Bösen eigentlich dankbar sein, denn ohne das Böse würde es das Gute überhaupt nicht geben. Andererseits gebiert das Gute sein Gegenteil, das Böse.

      „Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor!“

       
      1. Karlheinz says:

        Einspruch; wenn es einem schmeckt, nennt man es auch gut –
        Der Spruch von Goethe passt gut zum Thema.
        Ohne Böses dabei zu denken.

         
  3. Ekkehard says:

    Zunächst zur ursprünglichen Frage. Ich bin überzeugt, dass das Aussterben des Neandertalers nichts mit einer Bosheit des modernen Menschen zu tun hat. Beide Menschenarten haben einige Tausend Jahre nebeneinander gelebt, wobei der moderne Mensch anscheinend fruchtbarer und wesentlich anpassungsfähiger gewesen ist.
    Ich fühle mich als Angehöriger der Art homo sapiens weder als Abkömmling einer Raubkopie noch als Plagiat und möchte dies aus meiner Sicht begründen.
    Für mich heißt homo sapiens vernünftiger oder vernunftbegabter Mensch. Das ist doch keine Hochstapelei. Welche Überlebenschance hätte der moderne Mensch je gehabt, als er Zweibeiner wurde und aus den Baumkronen abstieg? Vor den Löwen davonlaufen? Dem Tiger den Zahn zeigen? Dem Mammut kraftvoll entgegentreten? Die möglichen Feinde hatten andere Fressvorlieben und der Mensch gewann Zeit, sich seine Abwehrstrategien geistig zu entwickeln.
    Es mag Menschen geben, wohl Philosophen, die homo sapiens für einen weisen Menschen halten. Solche mag es geben. Aber die Entwicklung war ziemlich langsam. Den homo sapiens gibt es seit 500.000 Jahren. Vor 40.000 Jahren entstanden die ersten Höhlenmalerleien. Seit 8.000 Jahren kennt man Kulturen und Religion. Seit 250 Jahren kämpft man um Menschenrechte und heute ist die Gleichberechtigung noch unvollkommen und Schulpflicht mancherorts nicht einmal ein Schulrecht. Da erlaube ich mir die Annahme, dass Vernunft evolutorisch noch nicht bei allen gleichermaßen ausgebildet und Weisheit sehr selten ist.
    Ich glaube nicht, dass der homo sapiens aus Gier und Dummheit seine Lebensgrundlagen zerstört. Es stimmt aber, dass humanitäres Bestreben häufig zerstörerisch wirkt. War nicht immer auch Katastrophenhilfe, medizinischer Fortschritt, ja auch Wohlstandsstreben fast automatisch auch ein Kampf mit der Natur? Nur vor wenigen Wochen wurde uns am Stammtisch fachlich aufgezeigt, wie ein Weiterleben, im Einklang mit der Natur möglich sein wird, Das hat meine Hoffnung bestärkt. Nur der Weg dorthin blieb im Dunkeln. Es wird wieder ein Kampf mit der Natur sein, mit der Natur des Menschen.

     
    1. Karlheinz says:

      Ich befürchte, dass der Mensch den Kampf mit der Natur verliert.
      Es bleibt dann nur noch der knackige Erguss;
      „Dumm gelaufen – wie beim Neandertaler“

       

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