Was leitet uns im Leben?

Es waren einmal
2 Söhne.
Der eine war die
Freude der Eltern.
Er ließ sich
gut führen.
Lehnte sich
nicht gegen die
Autorität auf.
Besaß
Familiensinn.
Der andere
hatte früh seinen
eigenen Kopf.
Fand
Verwandtenbesuche
schnell
langweilig.
Gemeinsame
Urlaubsreisen
auch.
Der eine ist
jetzt 30.
Wohnt in bester
Eintracht bei
seinen Eltern.
Der andere
zog früh aus.
Hat jetzt
eine eigene
Familie.
Die Moral
von der
Geschichte?
Nur wer gegen
die Familie
rebelliert,
trägt zu ihrem
Fortbestand bei.

 

10 Gedanken zu “Was leitet uns im Leben?

  1. Karin sagt:

    Die Brandauer Aussage ist fein und richtig, er lebt oder lebte es vor. Nur sind nicht alle Menschen gleich und davon begeistert. Ich finde erstens die Vielfältigkeit der Charaktere, die hier beschrieben, sehr natürlich und verständlich wie auch wichtig. Jede(r) kann etwas von seinen Denkweisen und Erfahrungen abgeben und somit die Einseitigkeit eines Einzelnen unterbrechen und ergänzen, wenn dieser das zulässt. Den einen leiten Vorbilder, die Eltern Traditionen und die vorgegeben Spur der Vorfahren. Gut, das andere da ausbrechen, mit dem Drang nach Freiheit und der Entdeckerfreude. Sie wollen die Welt verbessern, eingefahrene Vorbilder verändern. Andere laufen im Zickzack-Kurs durch die Welt und können sich nicht entscheiden. Die Vielfältigkeit entsteht durch die verschiedenen Charaktere und zwischen den zwei beschriebenen gibt es ja noch viele Zwischengleise, die ins Nichts oder in viele kleine Sackgassen führen. Dann muss man umkehren oder sich resigniert in sein Schicksal begeben. Wir wissen wahrscheinlich erst am Ende unseres Lebens, was uns wichtig und richtig war. Dann kann man Entgangenem nachtrauern und in Depressionen verfallen oder aber man erinnert an glückliche Momente und sagt sich, ich war ein toller Typ, ich habe mein Leben gelebt und nicht verschlafen. Letzteres bin ich, übrigens eine “verrückte” (Ur)Oma behaupten meine Enkel und Kinder. 

  2. hans-peter kuhn sagt:

    Ich schliesse mich hier vorbehaltlos dem Team “Brandauer” an.
    Moni hat das Zitat ausgegraben und Detlev hat es wundervoll ergänzt. Meine Anfrage richtet sich an beide: “Ich sei, gewährt mir die Bitte, in Eurem Bunde der Dritte.”

    1. Monica Lieschke sagt:

      Von meiner Seite: Welcome im Team Brandauer! Dem bin ich in Wien ein paar mal kurz über den Weg gelaufen, das war da alles sehr überschaubar, in Stammkneipen und Kaffehäusern. Begnadeter Schauspieler, ansonsten etwas arrogant, da er das weiß. Nun aber wohl altersweise 🙂

  3. Karlheinz sagt:

    Interessante These der Einleitung aus dem Beginn der Neuzeit, als Töchter noch ihre Brüder im Glauben ließen, sie seien die Stärkeren, die Klügeren und diejenigen, die entscheiden. Das war weise Strategie, um die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Mann zu ertragen und zu überleben.
    Moderne Töchter sind unabhängig und entscheiden selbst. Viele Männer glauben zwar immer noch, sie seien die Herren der Schöpfung und sind meist fassungslos, wenn sie verlassen werden. Beethovens 9. war die Ouvertüre dazu..
    Freude, schöner Götterfunken,
    Tochter aus Elysium,
    Wir betreten Feuer trunken,
    Himmlische, dein Heiligtum.
    Deine Zauber binden wieder,
    Was die Mode streng geteilt,
    Alle Menschen werden Brüder,
    Wo dein sanfter Flügel weilt.
    Damals war noch nicht verbreitet, dass die Menschheit 2 Flügel hat. Den männlichen und den weiblichen. Erst wenn beide gleichmäßig stark sind, kann der Mensch ins Elysium aufsteigen (Zustand der vollständigen Glückseligkeit).

  4. Moni sagt:

    p.s. und noch ein kl. doch energischer nachgeholter Widerspruch zur Antwort auf Ricardas berechtigter Frage nach dem Einfluß und Lenkung durch Werbung und neue Medien… Das wurde mir viel zu schnell abgehakt mit der Bemerkung, das sei schon immer so gewesen. Therma für einen eigenen Abend, das wir aber ja schon einige Male beackert haben.

      1. Monica Lieschke sagt:

        Neee, hab da keine Ambitionen! 😉 1. Das Thema bleibt sowieso ein Dauerbrenner, verschärft durch KI 2.) Man müßte solide Untersuchungen und Zahlen belegen, u.a. aus der Jugendforschung, das ist Arbeit 3.) Wir bräuchten auch live mehr jüngere Mitdiskutant*innen, sonst ein etwas verzerrtes Bild, wenn auch kein Zerrbild 🙂

  5. Moni sagt:

    Zu Detlev: Das kann sein, muß aber nicht. Wenn einem die Eltern nicht den Gefallen tun und Anlass für Revolte geben, dann wird die Phase meist später bei Vorgesetzten, Ehepartnern, diversen Autoritäten nachgeholt… Und: Heute zeigt sich ein anderes Bild:
    Auch aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht nur, brave Nesthocker bis in die 30-er, WG´s und ev. Partner? Viel zu anstrengend. Ich nehme staunend zahlreiche solche Vertreter*innen der Generation Z & ff wahr. Muß auch nicht nur schlecht sein.
    Eine wichtige Voraussetzung zu Lenkung und Orientierung im Leben ist aber Abgrenzung, zuweilen auch von eigenen Wünschen und Begehrlichkeiten.
    Zu Gestern: War etwas Hitze -schläfrig. Was ich mitbekam ging es viel um Kirche, Elternhaus (oft in Allianz), und Turn Arounds, meist schmerzliche Wendepunkte im Leben. Die überwiegende „Menge“ Leben findet aber nicht durch diese Neu-Orientierungen und Wendepunkte statt, sondern dazwischen … von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr. Und was lenkt uns da? Da fand ich heute “zufällig” ein Zitat von Klaus Maria Brandauer: „Wir brauchen viele Einflüsse, damit wir in der Welt zurechtkommen. Durchs Lebens führen uns offene Augen und offene Ohren. Und lernen, was reingeht.“

    1. Detlev Six sagt:

      Der wunderbaren Aussage von Brandauer könnte man hinzufügen: Gezielt nach Menschen Ausschau halten, die einem etwas zu sagen haben – ohne nach Zustimmung zu suchen.

    2. Gerty Kuhn sagt:

      War immer meine Devise: hören und schauen, learning by doing, das schafft Persönlichkeiten, manchmal etwas schmerzend, aber wenn es gelingt, beglückend! Aber das Land braucht ja eher gut zu leitende Menschen 🙂

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